Prysmian macht einen wichtigen Schritt beim Aufbau von Hvdc-Verbindungen in Deutschland


Prysmian hat einen wichtigen Schritt beim Aufbau von Hvdc-Verbindungen in Deutschland getan. Das im Bereich Energie- und Telekommunikationskabelsysteme tätige Unternehmen produzierte die ersten 20 km Erdkabel für SüdOstLink, eine der wichtigsten deutschen Hochspannungs-Gleichstrom-Verbindungen (HGÜ) für den Transport von Windstrom aus Norddeutschland zu den Verbrauchern in der Süden des Landes. Die Kabel werden nach internationalen Standards und nach Kundenspezifikationen der TenneT Tso GmbH, dem deutsch-niederländischen Betreiber von Übertragungsnetzen, gefertigt.

Die Konformitätseigenschaften wurden im Rahmen des Factory Acceptance Test verifiziert, der erfolgreich hochskaliert wurde. Die erste Kabelcharge mit insgesamt 9 Rollen mit je 1.750 Metern Erdkabel und einem Gewicht von 83 Tonnen wurde in das Zwischenlager transportiert. Prysmian produziert für TenneT insgesamt ca. 550 km Erdkabel für ca. 270 km des SüdOstLink-Abschnitts (vom Anschlusspunkt in Süddeutschland bis zur Isar bei Landshut in Bayern). Insbesondere bei diesem Projekt wurden zwei HGÜ-Erdkabel in einem Graben verlegt.

„Wir sind stolz, an einem strategischen Projekt zur Unterstützung der Energiewende in Europa teilnehmen zu können“, sagte Detlev Waimann, Cco von Prysmian Powerlink und bestätigte, dass „die innovative P-Laser-Kabeltechnologie in Kombination mit der langjährigen Erfahrung der Prysmian Group in der Installation mehr Nachhaltigkeit ermöglichen wird“ und reduzierte Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften.“ Die P-Laser-Kabeltechnologie ermöglicht eine Reduzierung der CO2-Emissionen um bis zu 30 %.

Ein weiterer Vorteil ist der reduzierte Platzbedarf: Die ± 525-kV-Technologie ermöglicht es beispielsweise, die gleiche Energie wie ein 380-kV-Kabel mit weniger Draht zu übertragen. Dadurch kann der Bauaufwand bei der Verlegung, unter anderem hinsichtlich der Grabenbreite, reduziert werden.

Neben SuedOstLink beteiligt sich Prysmian auch an den Energieübertragungsverbindungen von SuedLink und A-Nord. Um die drei Projekte und den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber besser verfolgen zu können, wurde vor Ort in Bayreuth, Würzburg und Wuppertal ein multikulturelles Team für Projektentwicklung und -management gebildet. Das Team wurde von Alberto Boffelli, BU Project Coo, Heiko Dirks, Regional Leader, Riccardo Fabbri, Portfolio Leader, und Francesco Gravame, SuedOstLink Project Director, geleitet.

Rund 200 Konzernmitarbeiter waren an der umfangreichen Vorbereitungsphase von drei wichtigen Energieübertragungsprojekten im Kontext der Energiewende in Europa und Deutschland beteiligt, in denen Prysmian ein bedeutender Lieferant von Kabeln für die Energieübertragung und für die
Telekommunikation mit rund 1.900 Mitarbeitern, 6 Produktionsstätten und 4 Forschungs- und Entwicklungszentren. Die Nachricht hob den Kopf der Prysmian-Aktie an der Börse nicht, um 0,64% auf 32,85 Euro nach unten. (Alle Urheberrechte)


Adelmar Fabian

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