Olaf Scholz ist nicht nach Kiew gegangen, große Absage der deutschen Bundeskanzlerin

Bundeskanzler Olaf Scholz hat deutlich gemacht, dass er wegen der jüngsten Ablehnung des Besuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Kiew keine Reise in die Ukraine plant. Das sagte die Kanzlerin im ZDF-Fernsehstudio, damit der „Ärger“ über das „Nein“ der Ukraine zum Besuch von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier nicht aufhöre.

Diplomatische Irritation

„Dieser Fakt steht im Weg“, sagt Scholz vor laufender Kamera. „Als Demokraten können wir das nicht bezweifeln: Das können Sie nicht“, sagte Scholz und wandte sich damit wirkungsvoll an die ukrainische Regierung. Scholz betonte, man könne nicht sagen „der Präsident kann nicht kommen“ in ein Land, Deutschland, das „so viel Militärhilfe, so viel Finanzhilfe leistet und notwendig ist, wenn es um die für das Land Ukraine wichtigen Sicherheitsgarantien geht“.

„Russland kann nicht gewinnen“

„Russland darf nicht gewinnen und die Ukraine nicht verlieren“, fügte Scholz im ZDF hinzu und fügte hinzu, Berlin werde Kiew weiter helfen und sein Vorgehen in den vergangenen Wochen einfordern: „Ich entscheide immer schnell, gemeinsam mit anderen, in Abstimmung mit den Verbündeten. Aber natürlich handle ich besonnen und mit klarem Verstand.“ Anschließend betonte die Bundeskanzlerin, dass dank der finanziellen und militärischen Hilfe Deutschlands und anderer Länder „die ukrainische Armee, die so erfolgreich agierte, nun so lange gegen einen so gewaltigen Gegner bestehen konnte“.

Geschwindigkeitsänderung

Die deutschen Medien nahmen Scholz‘ Gangwechsel in der Ukraine-Frage wahr, kommunikativ entschlossener als in den vergangenen Wochen. Erst vor zwei Tagen reagierte der Bundeskanzler während einer Kundgebung am 1. Mai in Düsseldorf energisch auf eine Gruppe von Demonstranten und sagte, er „respektiere jeden Pazifismus“, erscheine aber „zynisch, wenn ein ukrainischer Staatsbürger aufgefordert werde, sich ohne Waffen gegen Putins Aggression zu verteidigen .“ Diese Stelle ist abgelaufen.“ In einem Interview mit dem Zdf bekräftigte Scholz, Russland solle sich von ukrainischem Territorium zurückziehen und auch die Annexion der Krim 2014 sei ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Unterdessen spekuliert ein vom Deutschen Bundestag befragter Expertenbericht, dass die Ausbildung ukrainischer Soldaten mit westlichen Waffen eine völkerrechtliche Kriegsbeteiligung darstellen könnte. Scholz und seine Regierung widersprachen der Interpretation jedoch und die Kanzlerin erklärte, dass „wir der Überzeugung sind, dass die Ausbildung ukrainischer Soldaten in Deutschland keinen direkten Kriegseintritt darstellt“.

Adelmar Fabian

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