Die Schweiz und Israel haben erste Fälle von Pocken bestätigt, zwei weitere in Deutschland




CTK

Aktualisiert 21. Mai 2022 21:10 Uhr

In der Schweiz wurde der erste Fall von Affenpocken bestätigt. Deutschland meldete später mindestens zwei neue Fälle in Berlin, berichtete Reuters. Israel meldete auch seinen ersten Fall, für den das Gesundheitsministerium eine außerordentliche Sitzung einberufen hatte. Pocken sind eine seltene Viruserkrankung, die den Pocken ähnlich ist, aber normalerweise mit milderen Manifestationen.

Der erste Fall in der Schweiz stammt aus dem Kanton Bern, wo sich laut lokalen Behörden eine Person durch engen Körperkontakt im Ausland angesteckt hat. Der Infizierte sucht einen Arzt auf, weil er Fieber, Hautausschlag hat und sich nicht wohl fühlt. Der Patient wird zu Hause isoliert.

Deutschland meldete am Freitag seinen ersten Ausbruch in München. Er hatte heute zwei weitere Fälle. In den kommenden Tagen dürften sich nach Angaben des Gesundheitsamtes der Stadt Berlin weitere ergeben. Ihm zufolge ist der Zustand des Patienten noch stabil.

Es gab einen kranken 30-jährigen Mann in Israel, der gerade aus Westeuropa zurückgekehrt war. Er hat leichte Symptome, ist aber im Krankenhaus und isoliert. Das Gesundheitsministerium hat jeden mit Fieber oder Hautausschlag gebeten, zu einem Arzt zurückzukehren.

Derzeit trat der erste Fall von Affenpocken Anfang Mai in Großbritannien auf. Seitdem hat es sich auf eine Reihe europäischer Länder ausgebreitet, darunter Portugal, Spanien, Schweden, Italien, Belgien, die Niederlande und Frankreich. Australien, Kanada und die Vereinigten Staaten haben ebenfalls Infektionen gemeldet.

In der Tschechischen Republik gibt es keine bestätigten Fälle von Affenpocken, aber das Staatliche Institut für öffentliche Gesundheit (SZÚ) hat vor der Ausbreitung der Krankheit gewarnt. Er fügte jedoch hinzu, dass die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung des Virus ohne Geschlechtsverkehr gering sei.

Diese Krankheit wird von Fieber und Hautausschlag begleitet

Pocken wurden erstmals in den 1970er Jahren in der Demokratischen Republik Kongo gemeldet. Die Zahl der Fälle in Westafrika hat in den letzten zehn Jahren zugenommen. Zu den Symptomen der Krankheit gehören Fieber, Kopfschmerzen und ein Hautausschlag, der normalerweise zuerst im Gesicht auftritt und sich dann auf den Rest des Körpers ausbreitet.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird das Virus durch engen Kontakt mit infiziertem Gewebe und Körperflüssigkeiten sowie Tröpfchen übertragen. Die Übertragung kann auch durch kontaminierte Materialien wie Bettwäsche erfolgen.

Astor Kraus

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