Auch Deutschland hat Probleme. Impfreservierungssystem fehlgeschlagen

In der Gruppe, deren Impftermine zum Horror wurden, gab es 30 Prozent der Menschen, die mehr als 50 Mal versuchten, einen Termin zu vereinbaren, bevor es endlich gelang. Weitere fünf Prozent der Befragten gaben an, mehr als 100 Versuche unternommen zu haben, die Frist einzuhalten. Ein Drittel der Befragten gab 15 bis 25 Registrierungsversuche an.

Das Tempo beim Aufbau einer Impfstelle sei schwindelerregend, aber „die Impforganisation funktioniert eindeutig nicht“, sagt Bitkom-Chef Achim Berg. „Das Reservierungssystem funktioniert nicht und das verursacht bei vielen Menschen große Frustration. „Was wir gefunden haben, ist für ein High-Tech-Land nicht machbar“, fügte er hinzu.

Es ist auch inakzeptabel, dass es keine zentralen Daten darüber gibt, wie Impfungen durchgeführt werden und wie voll die Fristen sind. Unklar ist auch, wie mit Impfausweisen umgegangen wird. Zwei Drittel der Deutschen interessieren sich für digitale Impfausweise. Prozentual sagten 43 Prozent „ja, auf jeden Fall“ und 21 Prozent „eher ja“.

33 Prozent der Befragten lehnten digitale Zertifikate ab. Ihr Hauptargument ist ihrer Meinung nach ein unzureichender Datenschutz, andere lehnen ihn ab, weil sie kein Smartphone oder Tablet verwenden, das dies ermöglicht.

Der Bitkom muss den Antrag parallel zum klassischen gelben Impfausweis umsetzen. Der digitale Antrag soll nicht nur an das Datum der Wiederholungsimpfung erinnern, sondern auch mögliche Nebenwirkungen der Impfung erfassen können.

Adelmar Fabian

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