Wir entscheiden selbst, was wir anziehen. Turner rebelliert gegen Sexualisierung

Die Anti-Sexualisierung von Sportlerinnen nimmt Fahrt auf. Deutsche Turner traten in Ganzkörper-Outfits in die Olympia-Qualifikation ein, die sie anstelle von traditionellen Leggings trugen, die die Beine freilegten.

Sie ließen ihre hochgeschnittenen Trikots in der Umkleidekabine, zogen lange Leggings an und gaben dann ein klares Statement ab: „Das ist ein Protest gegen die Sexualisierung des Sports.“

„Es geht darum, sich wohl zu fühlen. Wir wollten zeigen, dass jede Frau, jeder Mann selbst entscheiden kann, was er anzieht“, sagt Turnerin Elisabeth Seitz.

Zusammen mit seinen Kollegen, die von den nationalen Gewerkschaften in ihren Bemühungen tatkräftig unterstützt werden, entschloss er sich, ein zweites Mal einen ähnlichen Schritt zu gehen. Nach einem Kleiderwechsel bei der Europameisterschaft in der Schweiz im April macht die Welt nun auch unter den fünf olympischen Ringen auf sich aufmerksam.

Turnerinnen sind nicht gegen gewagtere Outfits. Dies ist reine Wahlsache.

„Wir haben uns entschieden, heute längere Kleidung zu tragen. Aber das bedeutet nicht, dass wir nicht etwas Traditionelleres tragen wollen. Es geht um Entscheidungen im Moment, basierend darauf, wie wir uns fühlen und was wir wollen.“ Seitz erklärt.

Das Team hat angeblich die volle Unterstützung der Trainer. „Sie sagten uns, dass wir uns in erster Linie wohl und sicher fühlen sollen“, sagt Sarah Voss.

Im April erläuterte er seine Position in einem Interview mit dem ZDF genauer.

„Alle Frauen wollen sich wohl in ihrer Haut fühlen. Beim Turnen wird es schwieriger, wenn ein Mann aus dem Körper seines Kindes wächst. Als kleines Mädchen habe ich keine Probleme in unserer Kleidung gesehen. Aber als die Pubertät begann, als meine Die Periode kam, ich begann mich wohler zu fühlen.

Auch der US-amerikanische Turn-Superstar Simone Biles äußerte sich zu dem Thema, das im Juni in Resonanz war. Der nur 142 Zentimeter große Champion gab an, dass er den Trachtentrikot bevorzugt, weil er seine Beine optisch verlängert.

„Dann sah ich etwas größer aus. Aber natürlich stehe ich hinter ihrer Entscheidung, das zu tragen, was sie für richtig hält und womit sie sich wohl fühlt. Das muss ihre Entscheidung sein“, sagte der vierfache Olympiasieger.

Während Turner nicht bestraft werden, da die Bekleidung ihrer Füße bei internationalen Wettbewerben offiziell erlaubt ist, haben die jüngsten aktiven Proteste norwegischer Strandhandballspieler gegen die Regeln verstoßen.

Norwegische Beachhandballer danken Ihnen für Ihre Unterstützung:

Mink trägt zu den Spielen Shorts statt Bikini, was die Ungleichheit zeigt.

Männer konnten Tanktops und Baggy-Shorts tragen, aber neben dem „Badeanzug“ -Höschen wurden Frauen auch angewiesen, Oberteile zu tragen, die den Bauch freilegten. Die Regeln sehen sogar vor, dass der Bikini am Oberschenkel so geschnitten werden soll, dass die maximale Seitenstreifenbreite nur zehn Zentimeter beträgt.

„Wir hoffen, dass unsere Bemühungen zur Aufhebung dieser sinnlosen Regel führen“, heißt es in einer Erklärung des Teams. Trotz der massenhaften Unterstützung aus aller Welt erhielten sie jedoch eine Geldstrafe von 1.500 Euro vom Europäischen Handballverband.

„Wir werden alles daran setzen, den Beachhandball weiter bekannt zu machen. Dazu gehört auch eine angemessene Vertretung, einschließlich der richtigen Spielertrikots“, erklärte der Elfmeter-Verband.

Der Nationalverband verteidigte die Mannschaft und kündigte an, für ihre Vertreter eine saftige Geldstrafe zu zahlen. Er ist nicht allein.

Sogar die berühmte amerikanische Sängerin Pink bot sich an.

„Ich bin so stolz auf die norwegische Frauenhandballmannschaft, die gegen die sexistischen Regeln für T-Shirts protestiert hat. Okay, Ma’am. Ich möchte für Sie bezahlen. Weiter so“, schrieb der 41-jährige Popstar auf Twitter.

Auch die legendäre Tennisspielerin Billie Jean King hat sich angeschlossen.

„Die Sexualisierung von Sportlerinnen muss sofort aufhören“, sagte eine bekannte Kämpferin für die Gleichstellung der Geschlechter im Sport.

Sängerin Pink verteidigt norwegische Handballer:

Adelmar Fabian

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