Virtual Reality boomt, auch Tschechen profitieren

Nach Angaben des Unternehmens ist der Einsatz von Virtual oder Augmented Reality ein neuer Trend, der langsam breite Anwendung findet, beispielsweise in Museen oder Denkmälern. Das sagen die Tasty Air-Partner Matěj Rejnoch und Vojtěch Buday.

„Du wirst in ein Museum gehen und etwas anderes erleben als die statische Szene, die es schon lange gibt. De facto können zwei Situationen entstehen. Die erste ist, dass du ein virtuelles Headset aufsetzt und es dich in eine völlig andere Welt entführt Ein Beispiel ist das Museum in Olomouc, wo wir die Rekonstruktion des St. Wenzelsplatzes im 12. Jahrhundert vorbereitet haben, denn anders können wir den Teilnehmern nicht wirklich originalgetreu präsentieren, was damals vor sich ging als virtuelle Realität“, sagte Buday.

Die zweite Option ist Augmented Reality, bei der der Besucher ein Telefon oder Tablet in der Hand hat. „Sie richten ein intelligentes Gerät auf ein Objekt, das ein Bild sein kann, und plötzlich erscheint eine historische Figur vor Ihnen. Beispielsweise können Artefakte auftauchen, die Besucher in regulären Ausstellungen nicht zu sehen bekommen. Das Erlebnis für Besucher ist dass sie mit diesen Objekten ‚spielen‘ können – sich ihnen nähern, Fotos mit ihnen machen und sie in sozialen Netzwerken teilen können. Die Möglichkeiten sind riesig“, erklärt Rejnoch.

Laut Buday besteht mittlerweile großes Interesse an der virtuellen Rekonstruktion, Zeitreisen in die Vergangenheit. „Dank der Digitalisierung werden die Besucher eine zeitliche Rückkehr an Orte spüren, an denen sie sonst nicht gewesen wären. So kann es an verschiedenen Orten die Zeit durchlaufen, beispielsweise vom 12. bis zum 18. Jahrhundert. Er hatte die Gelegenheit, interessante Momente zu erleben und Geschichte zu kartieren“, sagte Buday.

Dank Augmented Reality können beispielsweise animierte Figuren aus Gemälden oder Skulpturen mit den Besuchern sprechen. „Virtual und Augmented Reality sind neue Medien, aber wir glauben, dass sie eines Tages wirklich zum Standard werden. Denn wie sonst möchte man etwas historisch Geschehenes verkörpern und die Möglichkeit haben, ein authentisches Erlebnis zu haben?“ sagte Rejnoch.

Bei Tasty Air nutzten sie ihre Erfahrungen aus der Spieleprogrammierung, an der sie zuvor gearbeitet hatten, und stellten so Spiele bereit, die sich mit ihren Projekten überschnitten. „Wir wollen, dass es Spaß macht, also wollen die Benutzer die App erneut ausprobieren und spielen“, sagte Rejnoch.

Museum in Most oder Fahrertraining

Jetzt arbeitet das Unternehmen beispielsweise an einem Projekt für ein Museum in Most, das auch ein Bildungsprogramm für Schulen beinhaltet. „In der virtuellen Realität können die Schüler vier Stockwerke besuchen, die durch einen Aufzug verbunden sind, und auf jedem etwas anderes erleben. Sie werden in der Zeit von der Vorgeschichte bis in die Gegenwart zurückreisen, und auf jedem Stockwerk erwartet sie ein ansprechendes visuelles Erlebnis.“ finden sie auf dem Boden interaktive Quizze und Tests, die die Aufgabe haben, Kinder auf spielerische Weise zu erziehen“, so Rejnoch.

Tasty Air erwartet weiteres Wachstum. „Wir haben es geschafft, ein langfristiges Projekt zu bekommen. Wir saßen vor zwei Jahren zu dritt im Keller. Wir betrachten 2020 als den Anfang und sitzen heute in einem neuen Büro, wir sind bereits etwa 15 von uns mit externen Experten und wir suchen immer noch nach neuen Kollegen, die das Team verstärken“, sagte Rejnoch.

Das Unternehmen bereitet beispielsweise auch Virtual-Reality-Trainings für Lkw-Fahrer vor. „Außerdem versuchen wir, das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit zu schärfen. Auf unserer Website möchten wir auch darüber aufklären, was Virtual und Augmented Reality wirklich ist und welche Möglichkeiten sie bietet“, fügte Buday hinzu.

Virtuell vs. erweiterte Realität

Die Begriffe Virtual und Augmented Reality werden sehr oft verwechselt, aber die beiden Technologien arbeiten nach unterschiedlichen Prinzipien.

Virtual-Reality-Brillen versuchen, den Benutzer in eine simulierte Welt zu ziehen und seine Sinne vollständig von der realen Welt zu trennen. In der Regel verdecken die Augen den Bildschirm vollständig und Kopfhörer werden in die Ohren eingesetzt, die sehr oft Teil des gesamten Systems werden.

Augmented-Reality-Systeme sehen normalerweise aus wie eine gewöhnliche Brille, mit der der Benutzer alles sehen kann, was um ihn herum passiert. Die benutzerdefinierte Ansicht oder Kamera fügt dann einfach das virtuelle Objekt zum realen Raum hinzu. Tatsächlich verbinden sie die virtuelle Welt mit der realen Welt.

Rafael Frei

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