Taliban verbieten Frauen, in Unterhaltungssendungen aufzutreten

Frauen werden in Afghanistan aufgrund der neuen Medienbeschränkungen der Taliban vom Auftritt in Fernsehdramen ausgeschlossen, nachdem die Freiheit der Frauen seit der Machtübernahme der militanten Gruppe vor drei Monaten zurückgegangen ist.

Alle Dramen, Seifenopern und Unterhaltungsprogramme mit Frauen sind gemäß den am Sonntag an die Sender veröffentlichten Richtlinien der Regierung verboten.

Das Ministerium für die Verbreitung von Tugend und die Verhinderung von Lastern hat acht Richtlinien dazu herausgegeben, was gesendet werden kann, die ersten Beschränkungen, die dem Mediennetzwerk des Landes auferlegt wurden.

Unter den Richtlinien müssen Nachrichtensprecher jetzt den Hijab auf dem Bildschirm tragen. Ebenso müssen Männer auf dem Bildschirm „angemessene Kleidung“ tragen, obwohl die Richtlinien nicht angeben, welche Arten von Kleidung als „angemessen“ gelten.

Das Ministerium fügte hinzu, dass weder Filme ausgestrahlt werden sollten, die gegen islamisches Recht und afghanische Werte verstoßen, noch ausländische und inländische Filme, die „fremde Kultur und Werte fördern“.

Die Regeln besagen auch, dass Unterhaltungs- und Comedy-Programme „nicht auf der Beleidigung anderer“ oder „der Beleidigung der Menschenwürde und der islamischen Werte“ basieren dürfen.

Schließlich sollten keine Fernsehsendungen ausgestrahlt werden, in denen „Prophet und Nachbar“ dargestellt werden, sagte er.

Unter der vorherigen Taliban-Regierung – die von 1996 bis 2001 regierte – war das Fernsehen ebenso wie die meisten anderen Medien verboten.

Die strengen neuen Medienregeln vom Montag kommen trotz der Versprechungen der Taliban, diesmal gemäßigter in ihrer Machtausübung zu sein.

Die Taliban übernahmen Mitte August die Macht in Afghanistan, als die USA und ihre westlichen Alliierten ihre Truppen abzogen. Frauen und Mädchen wurden umgehend angewiesen, weder zur Arbeit noch zur Schule zu gehen, und Einschränkungen beim Fernsehen schränkten die Freiheiten der Frauen unter dem neuen Regime weiter ein.

Als im September in Kabul eine Gruppe von Frauen gegen die nur aus Männern bestehende Ankündigung der Regierung protestierte, schlugen Taliban-Kämpfer mit Peitschen und Stöcken auf sie ein.

Im Oktober, CNN sprach mit Frauen in Kabul, die in den unsicheren ersten Wochen des Taliban-Regimes in den öffentlichen Raum zurückgekehrt waren.

Doch die jüngsten Entscheidungen der Taliban in den Medien zeigen, dass die Präsenz von Frauen im öffentlichen Leben immer noch prekär ist.

* (Übersetzter Text. Hier klicken um das Original zu lesen).

Anke Krämer

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