Sylwester Chęciński ist tot. Filme, Silhouetten, Geschichte

Sylwester Chęciński wurde am 21. Mai 1930 in Susiec bei Tomaszów Lubelski geboren. – Dort stehen hundert Hütten. Auf der einen Seite eine Kirche, mehrere Geschäfte und eine Feuerwache, auf der anderen ein Bahnhof. Er ist ein Ort, an den die Leute kommen, wie später im Fernsehen, um zu sehen, was los ist – sagte er Stanisław Zawiśliński in einem Interview für sfp.org.pl. – Züge von Warschau nach Lemberg werden immer passieren und manchmal sogar gleichzeitig halten. Manchmal kommt eine schön gekleidete Frau, ein Gentleman, heraus. Meine Mutter sagte einmal zu mir über Bahnreisende: „Wissen Sie, die haben Abitur“. Denn für ihn ist die Abiturprüfung das Tor zu einer besseren Welt.“

Die Kriegserfahrung hat ihn nachhaltig geprägt. „Einen Kilometer von unserem Haus entfernt, hinter den Bahngleisen, wurde ein Nazi-Lager für sowjetische Kriegsgefangene errichtet. Menschen starben an Hunger und Kälte. Es gab Stöhnen und unmenschliches Geheul von den erstarrten Leuten. Es ist gruselig. Ich bin unter solchen Bedingungen aufgewachsen„- er sagt. – Ich habe immer noch das Trauma des letzten Krieges in mir. Wie viele junge Leute aus ihrem Heimatdorf sind unnatürlich gestorben. Susiec hat seine eigenen Helden, die dort leben. Ich mache eine Komödie, die beginnt, ihr eigenes Leben zu leben, aber das ist kein Grund, mich auf ein Podest zu stellen – sagte er in einem Interview mit Tomasz Gawiński in „Angora“.

Es gab traumatische Erfahrungen mit Zamość während der Besatzungszeit, als die Deutschen mit der Germanisierung der Zamo-Region begannen. „Dauerübergabe. Wir schliefen in unseren Klamotten, im Zimmer war ein Bündel mit den wichtigsten Sachen gepackt. Wir leben in entsetzlicher Angst. Einerseits gibt es ein Lager in Majdanek und andererseits – in Bełżec. Eineinhalb Kilometer von unserem Haus entfernt sperren die Deutschen russische Gefangene ein. Als Kind hörte ich ihre unmenschlichen Schreie. Sie heulen vor Schmerzen, im Winter frieren sie in den windigen Baracken. Und es gibt immer noch ein solches Bild: Menschen, die vor den Kutschen davonlaufen. Die Deutschen haben sie erschossen. Du wandelst zwischen den Toten. Ich habe es bis heute vor Augen“, erzählt Chęciński Barbara Hollender, Autorin von „From Munka do Maślony“ (Prószyński i ska, 2017).

Ein weiteres Trauma aus der Zamo-Zeit, das ihn zeitlebens verfolgte, war die von seinen Eltern an der Jahreswende 1941/42 unterschriebene Volksliste. „Nicht um der Sache willen. Mein Vater hat nie für die Deutschen gearbeitet. Einer der Mieter unseres Zamo-Hauses hat einen deutschen Nachnamen. Er bekommt einen Anruf, um Volkslist zu unterzeichnen. Mein Vater kann Deutsch, er hilft ihm. Ich glaube, da hat es angefangen. Schließlich entschied er sich auch hierher zu gehen. Überleben. Rette die Familie. Ich werde diese Entscheidung nie verstehen, zumal die Familie meiner Mutter bei den Partisanen kämpfte und ihr Bruder 1943 starb, als sie erst 23 Jahre alt war“, erinnert sie sich in einem Interview mit Barbara Hollender.ich schäme mich immer dafür“ – Plus.

Adelmar Fabian

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