Schwere Überschwemmungen in Deutschland und Belgien, mindestens 90 Menschen getötet und viele vermisst

Starke Regenfälle und Überschwemmungen trafen am Donnerstag (15. Juli) mehrere europäische Länder, darunter auch Deutschland, und beklagten, dass nach Angaben der Behörden mindestens 81 Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden. Zudem gewinnt die Bilanz weiter an Gewicht. Belgien, wo laut Behördenangaben der Agentur Belga bei schlechtem Wetter 9 Menschen ums Leben kamen und 4 vermisst wurden, erlitt ebenfalls erhebliche Schäden, ebenso Luxemburg und die Niederlande.

  • Sehr hohe Maut in Deutschland

Die besorgniserregendste Situation in Westdeutschland. In der Nacht zum Donnerstag blieben viele Dörfer von der Welt abgeschnitten, was eine höhere Maut befürchtete. Mehrere Dutzend Menschen werden noch immer vermisst.

Heftige Regenfälle ließen Flüsse überlaufen, Bäume umstürzen, Straßen und Häuser überschwemmen, von denen einige einstürzten. Die Hilfe versucht, die Opfer zu evakuieren, viele von ihnen auf Dächern. Aber viele Zugänge sind gesperrt, was die Bedienung erschwert. Die Behörden bitten die Bewohner, wenn möglich zu Hause zu bleiben und „Wenn nötig, nach oben in Deckung gehen“. Die Bundeswehr wird 300 Soldaten in den beiden am stärksten betroffenen Bundesländern einsetzen, um an der Rettungsaktion teilzunehmen.

In Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland des Landes, haben wir ermittelt „Mindestens dreißig“ starben, weitere Opfer wurden im benachbarten Rheinland-Pfalz registriert.

In der Gemeinde Schuld südlich von Bonn, die von einem Flusshochwasser verwüstet wurde (wobei auch sechs Häuser weggespült wurden), meldete die Polizei Dutzende Vermisste. Die Bewohner wurden aufgefordert, Polizeivideos und Fotos zu senden, die Hinweise auf ihre vermissten Angehörigen geben könnten. In der rheinland-pfälzischen Stadt Mayen wurden die Straßen komplett überflutet.

„Das ist eine Katastrophe, eine Tragödie“, reagiert Angela Merkel aus Washington, wo sie am Donnerstag einen offiziellen Besuch antritt. Die Kanzlerin versprach, dass das Land „Werde alles tun“ Katastrophenopfern zu helfen. „Wir haben noch nie eine solche Katastrophe gesehen, sie ist wirklich verheerend“, beklagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Shame Dreyer.

Armin Laschet, NRW-Chef und Favorit auf die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Herbst, hat seinen Parteitag in Bayern im Süden des Landes hastig abgesagt, um die Lage in seinem bevölkerungsreichsten Bundesland zu verfolgen. . „Die Lage ist besorgniserregend“, bis täglich Bild Herr Laschet, der in Gummistiefeln zu Besuch war, überschwemmte die Gebiete. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, sagt, Sie sollten sich dieses Stück ansehen „Auswirkungen einer Klimakatastrophe“. Dieses schlechte Wetter ist „Aufruf zum Realismus“ : „Schon da, schon bei uns“, bedauerte er, fragte „Dringende Änderung“.

Auch Finanzminister Olaf Scholz, der sozialdemokratische Kanzler, war vor Ort, um den Schaden und die Hilfeleistungen für die Anwohner abzuschätzen. Zweieinhalb Monate vor der Wahl will Umwelt-Kandidatin Annalena Baerbock ihren Urlaub stören. Dieses schlechte Wetter tritt mitten im Wahlkampf auf und wenn Klimafragen eine zentrale Rolle spielen. Dieses Hochwasser erinnert an ein weiteres Hochwasser im Sommer 2002, mit dem der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder vor seiner Wiederwahl gegen die Konservativen konfrontiert wurde.

  • Mindestens 9 Menschen in Belgien getötet, Lüttich teilweise evakuiert

Belgien, wo nach Angaben der Behörden der Agentur Belga bei schlechtem Wetter 9 Menschen ums Leben kamen und 4 vermisst wurden, erlitt ebenfalls erhebliche Schäden. Am Nachmittag hatten die Lütticher Behörden (200.000 Einwohner) die Einwohner der Maas aufgefordert, ihre Häuser zu evakuieren. Auch die in der Nähe von Verviers gelegenen Städte Theux, Pepinster und Spa waren betroffen.

Überschwemmungen am Ufer der Maas in Lüttich, Belgien, 15. Juli 2021.

In vier der zehn Provinzen des Landes wurden Soldaten eingesetzt, um der Bevölkerung zu helfen, insbesondere durch die Teilnahme an verschiedenen Evakuierungen. Für die derzeit obdachlosen Spa-Bewohner wurden Zelte bereitgestellt. Der Kurort steht derzeit unter Wasser, und das seit Mittwoch.

Das Bahnnetz des Landes, Infrabel, kündigte am Donnerstag an, den Verkehr im Süden des Landes angesichts der Reiserisiken einzustellen. Am Donnerstag werden keine Thalys-Züge zwischen Brüssel und Deutschland verkehren, teilte das Unternehmen für die internationalen Beziehungen ebenfalls auf seiner Website mit.

  • „Schlechtwetter“-Plan in Luxemburg gestartet

Luxemburg seinerseits hat einen Plan auf den Weg gebracht “ schlechtes Wetter „. Viele Häuser wurden im ganzen Land überflutet und ihre Bewohner wurden evakuiert, teilten die Behörden mit.

In den Niederlanden beklagte auch die an Deutschland und Belgien grenzende Provinz Limburg erhebliche Schäden. Steigendes Wasser droht die kleine Stadt Valkenburg westlich von Maastricht zu isolieren. Mehrere Achsen, darunter stark befahrene Autobahnen, wurden wegen der Überschwemmungsgefahr von Flüssen und Bächen gesperrt.

Welt mit AFP

Adelmar Fabian

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