Die scheidende Merkel verteidigt eindeutig Laschets Kandidaten im Wahlkampf

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die bei der Bundestagswahl im September nicht mehr kandidieren wird, hat am Samstag bei der Wahlveranstaltung der Christlich Demokratischen Union (CDU) in Berlin den konservativen Kanzlerkandidaten der CDU/CSU, Armin Laschet, klar verteidigt. Der CDU-Vorsitzende hat nach Angaben des 67-jährigen Politikers aufgrund seiner menschlichen Qualitäten die Fähigkeit, zwischen den Menschen zu überbrücken.

Fünf Wochen vor der Bundestagswahl war der Bundeskanzler erstmals am Wahlkampf seiner Partei beteiligt, zuletzt war er laut Meinungsumfragen etwas außer Atem gewesen. Merkel Allerdings äußerte er sich nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP „tiefer Zuversicht“, dass Laschet, der derzeitige Ministerpräsident des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, an seine Stelle als Kanzler treten wird. „Es war ihm immer wichtig, die individuelle und unteilbare Würde in den Mittelpunkt zu stellen“, betonte der Kanzler und sei „sehr zuversichtlich“, mit diesem Ansatz dienen zu können. An die Deutschen als Kanzler.

Bei der Veranstaltung im Berliner Tempodrom erinnerte die Bundeskanzlerin auch daran, dass die anstehenden Wahlen die ersten seit 1949 sein werden, bei denen der amtierende Regierungschef nicht mehr zur Wiederwahl antreten wird. Von den 72 Jahren der Bundesrepublik hat Deutschland mehr als 50 Jahre Kanzlerschaft von der CDU/CSU. Dies soll laut Merkel ein Ansporn sein, für die kommenden Jahre zu kämpfen.

Merkel, die nach 16 Jahren an der Macht aus der Spitzenpolitik ausscheiden wird, hat bisher sehr vorsichtig über die für den 26. September angesetzten Wahlen gesprochen. Nach einem Rückgang der konservativen Zustimmung in Meinungsumfragen versucht der sehr populäre Politiker jedoch immer noch, zusätzliche Punkte für seine Partei zu verdienen.

Die CDU bleibt zusammen mit ihrer Schwester CSU mit 22 oder 23 Prozent an der Spitze der Umfragen, aber nur 30 Prozent der Deutschen hätten vor wenigen Wochen für die konservative Union gestimmt, ein Plus von 36 Prozent bei der Jahresbeginn.

CDU/CSU-Chefs hatten am Samstag in offensiven Reden gegen SPD und Grüne Deutschland davor gewarnt, sich nach links zu bewegen. „Es spielt keine Rolle, wie diese Wahl ausgeht“, sagte Laschet in Berlin. „Wir werden kämpfen, ich werde kämpfen, ich werde verhindern können, dass Ideologen dieses Land übernehmen“, versprach die Kanzlerin. Die Konservative Union wolle laut ihm nicht regieren, weil es schön wäre, „sondern weil wir regieren müssen, damit Deutschland den richtigen Weg gehen kann“. Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat zu einem vernünftigen Wahlkampf aufgerufen.

Adelmar Fabian

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