Merkels Partei war die schlechteste seit 1949. Sie gewann die SPD

Aus diesen Ergebnissen gelangten insgesamt sechs Kandidatengruppen in den Bundestag. Die Zahlen legen eine Reihe möglicher Koalitionsregierungen nahe, die jedoch ohne die Beteiligung der Grünen und der liberalen FDP nicht zu schaffen sind. SPD-Chef Olaf Scholz und Rivale Armin Laschet (CDU/CSU) haben angekündigt, an einer Regierungsbildung zu arbeiten. Die Kanzlerin wird derjenige sein, der bei den Verhandlungen über die Koalition erfolgreicher sein wird.

Ergebnisse am Montagmorgen:

Der Vorsprung der SPD wuchs im Laufe der Nacht etwas an

Exit-Umfrage dimap Infratest für die Öffentlichkeit Die ARD rechnet nach Wahlschluss um 18 Uhr mit einem Unentschieden, mit einem Ergebnis von 25 Prozent für die beiden großen Konkurrenten. Laut einer weiteren ZDF-Umfrage gewannen die Sozialdemokraten die Wahl mit 26 Prozent, gefolgt von den Christdemokraten der CDU/CSU mit einem Vorsprung von zwei Prozentpunkten.

Nach neuesten, von der ARD nach und nach veröffentlichten Daten liegen die Sozialdemokraten weiterhin an der Spitze und bauen ihren Vorsprung vor der CDU/CSU sukzessive aus. Auch das ZDF verfeinerte seine Prognosen und demnach führte die SPD die CDU/CSU an. Am Ende haben nach dem Gesamtergebnis die Sozialdemokraten gewonnen.

Die ersten Wahlumfragen wurden von den deutschen Medien unmittelbar nach Abschluss der Abstimmung veröffentlicht. Dies ist das geschätzte Wahlergebnis basierend auf direkten Befragungen in den Wahllokalen am Wahltag. Austrittsumfragen sind in Deutschland in der Regel genau, aber die Endergebnisse können sich unterscheiden, insbesondere bei starken Unterschieden zwischen den Parteien. Kommentatoren weisen darauf hin, dass die diesjährige Wahl auch die aufregendste und am wenigsten vorhersehbare seit Jahrzehnten ist.

Koalitionsoptionen mit Grünen und FDP

Es gibt mehrere mögliche Koalitionen. Den Ergebnissen zufolge ist es nicht möglich, mit den Grünen und der Linke eine mehrheitlich linke SPD-Koalition zu bilden. Doch Olaf Scholz von der SPD könnte mit den Grünen und der FDP eine Koalition bilden. Dieselbe Drei-Parteien-Koalition kann der CDU/CSU-Chef bilden. Mathematisch möglich, aber politisch unmöglich, ist eine Wiederholung der großen Koalition CDU/CSU und SPD.

Die beiden stimmengleichen Parteien erklärten, am Montag mit den Grünen und der FDP über eine gemeinsame Regierung verhandeln zu wollen. Der Vorsitzende der Liberalen Freien Demokraten (FDP) Christian Lindner schlug jedoch am Sonntag vor, die Verhandlungen zunächst mit dem Treffen der FDP mit den Grünen aufzunehmen, bei dem kleinere Parteien Prioritäten klären sollten.

Laschet ist nicht zufrieden

Für die CDU wäre ein Gewinn von rund 24 Prozent der Stimmen das schlechteste Wahlergebnis seit 1949. Der CDU-Vorsitzende Laschet sagte am späten Sonntag, er sei mit dem Ergebnis nicht zufrieden, werde aber für die Regierung unter seiner Führung kämpfen. Laut Laschet muss eine Dreiparteienkoalition gebildet werden, was für andere politische Einheiten eine große Herausforderung darstellt. „Wir brauchen eine Koalition, die für die Zukunft Europas sein wird“, sagte er. Er bedankte sich zu Beginn bei Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU.

Der glücklichere Scholz

Zufriedener zeigte sich Olaf Scholz bereits am Sonntag, dessen SPD-Prognose durch die Nacht stützend war. In seiner Rede versprach er, die Würde der Gesellschaft wiederherzustellen, den Klimawandel zu modernisieren und zu bekämpfen, indem er auf kohlenstofffreie Energiequellen umsteigt.

SPD-Wahlchef Olaf Scholz. Bei den Wahlen am Sonntag wird mit einem knappen Sieg seiner Partei gerechnet.

In einer Rede nach der Wahl räumte die grüne Co-Vorsitzende Annalena Baerbock die Fehler ein, die sie im Wahlkampf gemacht hatte. „Wir wollten mehr“, sagte er TK. „Wir haben es nicht aus eigener Schuld geschafft, sondern aus eigener Schuld“, sagte er. Baerbock wurde beim Schreiben des Buches von mehreren Skandalen um die Schönheit seiner Biografie oder Plagiatsvorwürfen begleitet.

Mehr Stimmen per Mail

Auszählung der Stimmen aus dem zählenden Wahlkreis und anschließende schrittweise Aktualisierung der Daten, wie bei der tschechischen Parlamentswahl. Um 20.15 Uhr begann eine einstündige Fernsehdebatte zwischen Parteichefs, bei der Scholz und Laschet beide der Kanzlerin berichteten.

Die endgültigen Ergebnisse werden gegen Mitternacht und schließlich am Montagmorgen veröffentlicht. Die Geschwindigkeit der Volkszählung und die Ergebnisse am Ende dieses Jahres könnten sich stärker auf die Korrespondenzabstimmung auswirken. Wähler stimmen häufiger denn je per Post für co-pidem-19.

Die Wahlbeteiligung wurde auf 76 bis 77 Prozent geschätzt. Bei der letzten Wahl 2017 waren es 76,2 Prozent.

Die Umfrage hat die Sozialdemokraten begünstigt

Jüngste Umfragen vor der Wahl zeigen, dass die sozialdemokratische Führung um den Kandidaten Olaf Scholz leicht gestärkt wird, während die CDU/CSU um Armin Laschet leicht gestärkt wird. Der Unterschied zwischen den Parteien war dünn, nur wenige Prozentpunkte.

Den dritten Platz belegen die Grünen, die Balance halten die liberale FDP und die populistische AfD. Der linke Flügel der Linke steht kurz vor dem Einzug ins Parlament. Das große Thema der diesjährigen Kampagne ist der Klimawandel, etwa Mindestlöhne, Renten, Wohnen und Wirtschaft.

Bobtnajíci Bundestag

Die deutschen Wähler haben bei der Bundestagswahl zwei Stimmen abgegeben. Als Erster stimmen die Kandidaten im 29-köpfigen Wahlkreis ab, davon 299 in Deutschland. In jedem Wahlkreis leben etwa eine Viertelmillion Menschen, und der Kandidat mit den meisten Stimmen gewinnt im Wahlkreis im ersten Wahlgang.

Mit einer Zweitstimme entscheiden die Wähler über die Kandidatenliste einer bestimmten politischen Partei. So verteilen sich die anderen 299 Sitze. Aufgrund von Systemüberschneidungen und komplexer Mandatsverteilung liegt die Zahl der Abgeordneten jedoch regelmäßig bei über 598. Im Wahlzeitraum 2017-2021 waren es insgesamt 709 Abgeordnete.

Adelmar Fabian

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