Immersive Inhalte mit Metaverse VR-Headset: Frankreich im Hinterhalt

Angesichts eines amerikanischen Giganten profitiert Frankreich von erheblichen Ressourcen, um sich einen Platz im immersiven Technologiesektor wie VR-Headsets oder Metaverse zu erarbeiten.

Werden wir eines Tages über das „French Metaverse“ sprechen können? Obwohl die Zahl der Patentanmeldungen im Bereich der Immersiven Technologie (VR/AR/MR) von Unternehmen oder Labors in Frankreich noch gering ist – 9 im Jahr 2020 gegenüber 1000 in den USA und fast hundert in Deutschland laut BearingPoint – die Innovation Die fortschrittliche Forschung des Zentrums untersucht, was in wenigen Jahren zu einer Quelle für nachhaltiges Wirtschaften werden kann.

Mehr als 400 Fachleute

Das AFXR Association Directory listet derzeit 420 XR-Experten (Augmented Reality, Mixed Reality und Virtual Reality) in Frankreich auf. Wie das CLARTÉ Beratungs- und Innovationszentrum. Eine seiner Aktivitäten besteht darin, die „innovative Dimension“ innerhalb des Unternehmens in die Entwicklung immersiver Projekte und Technologien einzubringen. Das Zentrum arbeitet in erster Linie mit Renault zusammen, um immersive Technologien zur Manipulation von Robotergeräten für den Automobilbau zu entwickeln.

„In Frankreich verfügen wir über führende und anerkannte Forschungslabore auf diesem Gebiet, insbesondere die Zentren INRIA (Forschungs- und Innovationszentrum) in Rennes und Bordeaux“, betonte CLARTÉ-Direktor Alexandre. Bouches.

Der Direktor Innovation & Marketing für das Fach XR/Métavers der Orange-Gruppe, Morgan Bouchet, stimmt dem zu. Frankreich und Europa, so argumentiert er, hätten „sich entwickelnde Ökosysteme“ sowohl inhaltlich als auch in Bezug auf Start-ups wie Lynx.

Das junge französische Startup startete im vergangenen Oktober eine Online-Crowdfunding-Kampagne, um ein Headset zu entwickeln, das Virtual Reality (3D-Umgebungen) und Augmented Reality (Überlagerung der Realität mit digitalen Elementen) kombiniert. Und der Erfolg ist da, mit über 600.000 Euro gesammelt. Dieser Betrag wird es ermöglichen, Helme zu geringeren Kosten herzustellen. Die ersten Auslieferungen sind laut France Bleu für April 2022 geplant.

„Ausbildungs- und Investitionsdefizit“

Trotz der erheblichen Entwicklungstools mangelt es Frankreich laut Alexandre Bouchet an Ausbildung und Investitionen in diese Technologie.

„Es gab einen riesigen Ausbildungsmangel und wir haben zu lange gebraucht, um unsere Technikausbildung anzupassen. Für ein Startup ist der Fundraising-Betrag zu gering. Während wir in Frankreich eine Million für eine Technologie aufbringen, werden wir in den Vereinigten Staaten 10 für dieselbe Technologie aufbringen“, betonte er.

Diese Nachteile sind mit Rekrutierungsschwierigkeiten verbunden. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von France Stratégie über die Beschäftigung in französischen Start-ups unterstreicht die „Schwierigkeiten, die durch die Besonderheiten neuer Unternehmen betont werden“. Damit unterstreicht der Bericht den Mangel an technischen Fähigkeiten im Bereich der neuen Technologien.

Die „Emerging Technologies Roadmap 2021-2023“ von Gartner, die auf einer Umfrage unter 437 globalen Unternehmen basiert, berichtet von einem Mangel an Fachkräften in den Bereichen Plattformdienste, IT-Automatisierung oder Speicher.

Ein weiteres Problem liegt in der mangelnden Sichtbarkeit gegenüber dem amerikanischen Riesen, der andere Länder überschattet, die diese Technologie entwickeln, insbesondere mit dem im letzten Monat gestarteten Meta-Projekt, einer logischen Fortsetzung von Facebook. Alexandre Bouchet glaubt, dass wir im professionellen Bereich gesehen werden, aber nicht genug für die „allgemeine Öffentlichkeit“.

„Französische künstlerische Handschrift“

Frankreich hat die Vereinigten Staaten jedoch im kulturellen Bereich um nichts zu beneiden. Der im September vergangenen Jahres vorgestellte Revival-Plan des Kultusministeriums (10 Millionen Euro pro Gerät) soll es ermöglichen, den Kultursektor beim digitalen und ökologischen Wandel zu unterstützen. Und für Alexandre Bouchet ist dies eine besondere Bereicherung für Frankreich.

„Französische künstlerische Handschriften sind sehr wichtig und werden bei der Inhaltserstellung anerkannt. Vor allem beim Einsatz von Virtual Reality bei der Wissensvermittlung“, sagt Alexandre Bouchet.

Ein „französischer Touch“ im Metaversum, der aber auch in künstlerischen Ausstellungen gilt. In den letzten Jahren hat sich in Frankreich, insbesondere in der Hauptstadt, ein Trend zu künstlerischen und wissenschaftlichen Ausstellungen entwickelt, die immersive Erlebnisse bieten.

Darunter die Sensory Odyssey im Museum d’Histoire Naturelle de Paris, die den Besucher durch Ultra-High-Definition-Projektion in die Welt des Lebendigen eintauchen lässt, oder das Atelier des Lumières, das Ausstellungen bietet, um in die Welt des Lebens einzutauchen die Bilder der größten Maler.

Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht von BearingPoint ermöglichen immersive Inhalte, „die Bedürfnisse von Kulturinstitutionen zu erfüllen“, indem sie ansprechender gestaltet werden, ihr reiches Erbe hervorgehoben und die Erfahrung des Zuschauers bereichert werden.

Rafael Frei

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