Ich bin Feministin, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel | neuestes Europa | DW

Bundeskanzlerin Angela Merkel versicherte am Mittwoch, dass sie eine „Feministin“ sei, in einer Erklärung, die die sich ändernde Vision der CDU-Chefin von der Gleichstellung von Männern und Frauen widerspiegelt.

„Grundsätzlich besteht (Feminismus) darin zu sagen, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind, in ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, ein Leben lang. In diesem Sinne kann ich jetzt sagen, dass ich Feministin bin“, sagte Merkel im Gespräch mit der Autorin Die nigerianische Chimamanda Ngozi Adichie.

„Ich denke, ‚Feminismus‘ hängt mit Bewegungen zusammen, die darum kämpfen, (Gleichstellung) auf die gesellschaftliche Agenda zu setzen“, erklärte sie.

Diese Äußerungen stellen eine der klarsten Positionen Merkels für den Feminismus dar, nachdem sie in den letzten Jahren in dieser Frage mehrdeutig geworden ist.

Nach 16 Jahren an der Spitze der Bundesregierung wird Merkel, 67, nach der Bundestagswahl am 26. September als Kanzlerin zurücktreten.

Vor einigen Jahren stellte die deutsche Journalistin Miriam Meckel der CDU-Chefin dieselbe Frage, doch dann gab er eine vage Antwort. „Damals war ich auf der Bühne eher schüchtern, aber jetzt denke ich besser darüber nach. In diesem Sinne kann ich sagen, dass wir alle Feministinnen sein müssen“, fügte sie hinzu.

Nach dem #MeToo-Phänomen im Jahr 2017 steht das Thema Feminismus in Europa im Rampenlicht. (afp)

Adelmar Fabian

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