Ein Parlamentsbericht kritisiert Scholz und Merkel

Als ehemaliges deutsches Technologie-Flaggschiff, dessen Marktkapitalisierung weniger als zwei Jahre nach seiner Notierung an der Frankfurter Wertpapierbörse 23 Milliarden Euro erreichte, meldete Wirecard im vergangenen Jahr Insolvenz an, nachdem es 1,9 Milliarden Euro auf seinen Konten entdeckt hatte.

Im vergangenen Jahr wurde eine parlamentarische Untersuchung zu einem Skandal eingeleitet, der das Ansehen Deutschlands beschädigt, Verbindungen zwischen Politik und Wirtschaft aufgedeckt und zu Rücktritten und Gerichtsverfahren geführt hat.

„Olaf Scholz trägt als Finanzminister die politische Verantwortung für das Scheitern der BaFin“, zeigt der Bericht des oppositionellen Gesetzgebers unter Berufung auf die in das Ministerium integrierte deutsche Finanzmarktaufsicht.

Der Bericht kritisierte auch, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel angesichts der Lobbyarbeit von Wirecard naiv sei.

Der Finanzminister und die Kanzlerin konnten auf Bitten um Stellungnahme nicht sofort reagieren.

Seit Beginn der Ermittlungen wird Deutschlands Staats- und Regierungschefs kritisiert, doch der 675-seitige Berichtsentwurf entfacht die Debatte Monate vor der Bundestagswahl, in der es um die Nachfolge von Angela Merkel geht.

(John O’Donnell, Tom Sims, Franaise-Version von Hayat Gazzane)

Adelmar Fabian

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