Ein Hockeyland wie die Tschechen zu schlagen ist schön, Deutschland glänzt. Sie taten es zum dritten Mal in Folge

Nach der Heimniederlage gegen Kanada sprach er freundschaftlich, doch der Flop gegen Deutschlands Trainer Karel Mlejnek fiel durchwachsen aus. Kein Wunder, dass die tschechischen Junioren keine Sekunde Vorsprung auf schwächeres Papier haben. Sie haben es also nicht zur WM geschafft.

„Auch wenn wir einen territorialen Vorteil haben, haben wir überhaupt nichts davon. Absolut nichts. Es ist nur platonisch“, begann Mlejnek. „Wir sind mit der Scheibe nicht in Risikozonen und in die Mitte des Spielfelds gegangen, wo es für unsere Gegner gefährlich ist. Wir waren nicht im Vorraum, wir haben nicht aufgehört.“

„Deshalb sehen die Ergebnisse so aus, wie sie aussehen“, fügte er hinzu. Die jungen Tschechen unterlagen nach Verlängerung 1:2.

Deutschland, das dieses Mal nicht mit einem großartigen Jahr gekommen war, feierte damit einen großen Sieg. „Es ist schön, wenn man eine Eishockey-Nation wie die Tschechen bei der Weltmeisterschaft schlägt“, jubelte Bundestrainer Tobias Abstreiter.

Überraschenderweise ist dies kein einzigartiger Moment. Deutschland schlägt den Favoriten Tschechen zum dritten Mal in Folge in der Meisterschaft. Vor zwei Jahren gewannen sie in Ostrava mit 4:3, setzten dabei auf Stars wie Tim Stützle, Lukas Reichel oder John Peterka, davor feierten sie 2014 die Meisterschaft.

Der damalige tschechische Trainer der Zwanziger, Miroslav Přerost, war sehr unzufrieden mit der 0:3-Niederlage: „Es ist schwierig, darüber zu sprechen. Es war praktisch alles schlecht. Uns fehlte der Fokus, die Bewegung, die Zusammenarbeit, die Kommunikation, wir glitten schlecht mehr aufs Tor gegangen.“

Damals gingen David Pastrňák, Jakub Vrána und Ondřej Kaše leer aus, nachdem sie Kanada nach Razzien gerade mit 5:4 geschlagen hatten.

Die schwache Produktivität brach den Tschechen sogar am Dienstagabend das Genick. In der ersten Halbzeit waren sie deutlich besser; Sie gewannen 13:6 per Schuss und hatten einige Chancen. Aber alle wurden von Florian Bugl erwischt, der sehr gut fing.

Danach spielten die Tschechen auf dem Papier nicht mehr gegen schwächere Gegner. „Ich freue mich, dass sich die Jungs nach der Halbzeit erholt haben“, freute sich Abstreiter. „Sie haben geglaubt, dass sie gewinnen können. Am Ende haben wir es mit etwas Glück und einem sehr guten Torhüter geschafft.“

Neben Bugl ist der deutsche Held Alexander Blank. Der ungeschlagene Stürmer, der zu Hause das Ass Krefeld nach Hause brachte, eröffnete das Tor in der zweiten Halbzeit und entschied mit einem Schuss aus einer Ecke die Verlängerung.

Einziger tschechischer Schütze war Kapitän Jan Myšák, der in einem Kräftespiel gerne ein Tor erzielte. Sein Köder fiel dank des Flows von Verteidiger Arkadiusz Dziambor ins Netz.

Die Tschechen hatten ein volles Drittel zum 1:1 Break, machten aber nicht genug Druck. Sie verloren 7:9 bei Schüssen und wurden zweimal (nicht einmal) gefoult.

Es muss hinzugefügt werden, dass das erzwungene Spiel der Fünferkette nicht zu ihren Gunsten war. Nach dem Auftaktspiel gegen Kanada kamen Michal Hrádek, der nach einer Flanke ein Spiel stoppte, und vor allem Star David Jiříček, der das Turnier mit einer Knieverletzung beendete, heraus.

Michael Krutil spricht erneut Elfmeter aus der letzten Meisterschaft.

„Worüber sollen wir reden, Spieler wie Krutil, Jiříček und Hrádek sind einfach aus der Mannschaft verschwunden“, gab Mlejnek zu. „Der Rest lief wirklich gut, aber sie waren viel beschäftigter.“

Am Mittwoch um 20 Uhr tschechischer Zeit geht es für die Tschechen nach Finnland, das Deutschland mit 3:1 und Österreich mit 7:1 besiegte. Schließlich werden Krutil und natürlich Hrádek verfügbar sein. „Mit ihnen wird es definitiv besser, als nur für fünf Verteidiger zu spielen“, freut sich ein weiterer Quarterback, David Paek. „Aber zuerst müssen wir mehr zusammenarbeiten, nur so können wir das schaffen.“

Tschechisch-deutsche Spiele:

Astor Kraus

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