Die Minister der Tschechischen Republik und Deutschlands einigen sich auf gegenseitige Hilfe bei einem Ausfall der Gasversorgung

Eine starke europäische Solidarität ist laut Habeck der Schlüssel für einen erfolgreichen Ausweg aus der aktuellen Situation. Zugegeben, Deutschland sei bei der Gasversorgung früher sehr russisch orientiert gewesen, was er als großen politischen Fehler empfand.

Habeck versucht nun, einen neuen Lieferanten zu finden, und sucht auch nach Lösungen für die beiden schwimmenden Flüssiggasterminals (LNG), die das Land derzeit baut.

Unter Solidarität versteht Síkela die gemeinsame Bereitschaft von Ländern, die bei bestimmten Rohstoffen weniger von Russland abhängig sind, in Zeiten der Knappheit denen zu helfen, die von ihnen abhängiger sind.

Laut Síkela stehen die beiden Minister in häufigem Kontakt und teilen die gleiche Meinung, wie im Falle eines Versorgungsausfalls vorzugehen sei. Konkrete Schritte seien vorhanden, sagte er, ging aber nicht näher darauf ein.

Laut Síkela teilen die Minister die gleiche Meinung, dass der russische Präsident Wladimir Putin Energie als Waffe in einem nicht erklärten Krieg einsetzt.

„Putin dachte, er würde die Ukraine in ein paar Tagen übernehmen, (…), aber er ist gescheitert. Er weiß sehr gut, dass es mit einer Niederlage enden wird, wenn Europa die Ukraine weiterhin unterstützt“, sagte er.

Am Montag begannen die routinemäßigen Wartungsarbeiten an der Gaspipeline Nord Stream 1, die auf dem Grund der Ostsee von Russland nach Deutschland verläuft und die Hauptroute für russische Erdgaslieferungen in die EU ist.

Ob sich die Befürchtungen bewahrheiten, dass Russland die Wartung missbrauchen und die Gaslieferungen über diese Route komplett kappen würde, wollten die Minister nicht bewahrheiten.

Laut den Ministern muss auch dieses Szenario vorbereitet werden, da „Putin nicht vertraut werden kann“, sagte Síkela. Gleichzeitig fügte er hinzu, dass die tschechischen Gasspeicher jetzt zu 75 Prozent gefüllt seien.

Thema des Treffens war laut den Ministern auch die Digitalisierung oder das Erreichen einer höheren Stabilität in der Lieferkette.

Reinhilde Otto

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