„Die gute Nachricht ist, dass er verhandeln will“

Gerhard Schröder steht seit Monaten wegen seiner engen Verbindungen zu Russland und Putins Gazprom im Mittelpunkt der Kontroversen. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler sprach in einem Interview mit Stern über sein letztes Treffen mit dem russischen Präsidenten und enthüllte einige Details über einen möglichen Konflikt in der Ukraine in naher Zukunft.

„Die gute Nachricht ist, dass der Kreml eine Verhandlungslösung will. Der erste Erfolg war ein Getreidedeal, vielleicht kann sich daraus langsam ein Waffenstillstand entwickeln“, fügte der ehemalige Vorsitzende der Sozialdemokraten hinzu, dem zufolge eine Lösung für ein wichtiges Problem wie die Krim ein anderes Mal gefunden werden könne.

„Vielleicht nicht in 99 Jahren wie Hongkong, aber in der nächsten Generation“, erklärte er und merkte an, dass die Alternative zur NATO-Teilnahme der Ukraine eine bewaffnete Neutralität wie Österreich sein könnte.

Schröder, der in den letzten Monaten wegen seiner Nähe zu Putin kritisiert und angegriffen wurde, hat auch Vorschläge für die Donbass-Region, wobei er zugibt, dass dies eine kompliziertere Situation sei.

„Es muss eine Lösung auf der Grundlage des Schweizer Territorialmodells gefunden werden“, sagte er und warnte, es sei abzuwarten, ob Putin bereit wäre, bei einem möglichen Waffenstillstandsabkommen zu seinen „Kontaktlinien“ aus der Vorkriegszeit zurückzukehren.

Adelmar Fabian

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