Die deutsche Politik habe in Europa großen Schaden angerichtet, behauptet der polnische Ministerpräsident

„Die Stellung Deutschlands war besonders in den ersten Kriegsmonaten sehr enttäuschend. Wir waren von Anfang an davon überzeugt, dass die Ukraine nicht nur um ihr Überleben, sondern auch um die europäische Freiheit kämpft. Wenn die Ukraine fällt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Putin ein anderes Land angreift“, antwortete der polnische Ministerpräsident auf die Frage, ob er Deutschland als Hindernis im Russland-Ukraine-Konflikt sehe.

Laut Morawiecki liefert Polen Waffen im Wert von mehr als zwei Milliarden Dollar. „Das Zögern und die Untätigkeit Berlins stellen den Wert des Bündnisses mit Deutschland ernsthaft in Frage. Und das sagen nicht nur wir. Das habe ich auch von einigen anderen Regierungschefs in Europa gehört“, fügte er hinzu.

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Krieg in der Ukraine

Als er daran erinnert wurde, dass Veränderungen und Abweichungen von der „alten politischen Gewissheit“ Zeit brauchen, antwortete der polnische Ministerpräsident: „Es geht nicht immer um Copernicus‘ Wende in der Politik, sondern um ganz einfache Entscheidungen. Ich verstehe, dass manche Dinge Zeit brauchen, aber viele Die Dinge sollten sehr einfach sein. Die Europäische Union hat zum Beispiel 2016 Milliarden in kürzester Zeit in die Türkei überwiesen, um dort Flüchtlinge zu unterstützen. Heute verteidigt die Ukraine unsere Werte, und das Geld kommt sehr langsam.“

Auf die Frage der Wochenzeitung, wie sich die Ukraine-Krise auf Deutschlands Rolle in Europa auswirken wird, antwortete Morawiecki: „Es zeichnet sich ab, dass die Energiepolitik, auf die Berlin immer stolz war, bröckelt. Der Ausstieg aus Kohle und Atomkraft ist zu früh, wir vielleicht nicht.“ man muss sogar über den Bau der Gaspipeline Nord Stream 1 und 2 und die damit verbundene Abhängigkeit von Russland sprechen. Die deutsche Politik hat großen Schaden in Europa angerichtet.“

Der polnische Ministerpräsident glaubt, dass die Länder Osteuropas wichtig geworden sind. „Unsere Stimmen werden lauter. Deutschland war gegenüber Moskau immer sehr nachsichtig und erniedrigend. Vielleicht wissen viele Menschen in Deutschland nicht, dass Deutschlands Handel mit den Ländern der Visegrad-Gruppe, nämlich mit Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Polen, eine Rolle spielt.“ viel höheres Volumen als mit China, den USA oder Frankreich. Die Deutschen sollten solche Partner wertschätzen, statt Polen paternalistisch zu behandeln“, sagte er.

Reinhilde Otto

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