Die deutsche Bundeskanzlerin ist wütend über die Erklärung des palästinensischen Führers zum Holocaust

Der deutsche Ministerpräsident Olaf Scholz hat am Mittwoch seine Frustration über die Äußerungen des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas in Berlin zum Holocaust zum Ausdruck gebracht, die in Deutschland und Israel Wut ausgelöst haben.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Scholz am Dienstag wurde der 87-jährige Abbas gefragt, ob er sich bei den Palästinensern entschuldigen würde, die während der Olympischen Spiele 1972 in München Geiseln genommen hatten, Aktionen, die mit dem Tod von 11 Athleten und einer israelischen technischen Kommission endeten.

Abbas reagierte nicht direkt, sondern verglich den Schritt mit der Situation in den palästinensischen Gebieten und beschuldigte Israel, seit 1947 „50 Massaker, 50 Holocausts“ an Palästinensern verübt zu haben.

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„Ich bin empört über die ungeheuerlichen Äußerungen des palästinensischen Präsidenten Mahmud #Abbas“, twitterte Scholz.

„Gerade für uns Deutsche ist jede Relativierung der Einzigartigkeit des Holocaust unerträglich und inakzeptabel. Ich verurteile jeden Versuch, die Verbrechen des Holocaust zu leugnen.“

Scholz wurde auch dafür kritisiert, dass er die Äußerungen von Abbas während der Pressekonferenz, die nach den Äußerungen des Palästinenserführers endete, nicht sofort verurteilte.

„Wir wollen, dass die Klärung (Scholz) früher erfolgt“, schrieb der Spiegel.

In Jerusalem kritisierte auch der israelische Ministerpräsident Yair Lapid die Äußerungen von Abbas.

„Dass Mahmud Abbas Israel beschuldigt, die ‚50 Holocausts‘ auf deutschem Boden begangen zu haben, ist nicht nur eine moralische Schande, sondern eine schreckliche Lüge“, schrieb der Ministerpräsident auf Twitter.

„Sechs Millionen Juden wurden im Holocaust getötet, darunter anderthalb Millionen jüdische Kinder. Die Geschichte wird ihm niemals vergeben“, fügte er hinzu.

bur-hmn/dlc/yad/jvb/zm/fp

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Anke Krämer

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