Deutschland: Noch eine Schlange im Rudel



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Seit dem Spätsommer wurden im Münchner Paketsortierwerk fünf Giftschlangen gefunden, die bisher von unbekannten Versendern versucht hatten, Pakete an verschiedene Adressen in Europa zuzustellen. Die eingesandten Reptilien seien giftig, ihre Zucht in Deutschland sei illegal, teilt die Abendzeitung München mit.

Der Absender des Pakets mit der Giftschlange ist bislang nicht identifiziert worden. Es wird vermutet, dass diese Person aus dem Münchner Raum stammte.

Wie die Reptilienstation in der bayerischen Landeshauptstadt am Mittwoch mitteilte, steht dieser Ort seit dem Spätsommer auf diese Weise unter ihrer Obhut schon fünf Giftschlangen. Ein unbekannter Spediteur soll per Kurierdienst DHL exotische Reptilien wie Gabun-Klapperschlangen, Zickzack-Vipern und Hainbuchen verschicken.

„Die giftigen Reptilien werden in unsicheren Containern an Kunden in verschiedenen europäischen Ländern verschifft“, erfährt das Portal. „Als die Beamten des Reptilienheims eines der von der Polizei geschickten Pakete öffneten, hielten sie den Atem an. Darin befinden sich zwei sehr giftige Gabunvipern“, schrieb die Abendzeitung München. Diese Art hat nicht nur die längsten Giftzähne der Welt, sondern ist auch für ihr aggressives Verhalten bekannt.

RechtsSein Biss endet für den Menschen sehr oft tödlich. Auch bei zeitnaher und professioneller Behandlung besteht die Gefahr, dass das betroffene Körperteil amputiert werden muss, um das Leben des Gebissen zu retten“, erklärt Markus Baur, Schlangenexperte des Portals.

Zuvor schickte ein unbekannter Absender in einem ebenso weniger sicheren Paket eine Lanzett- und Hornotter. „In Bayern ist es verboten. Diese Tiere sind sehr giftig, und ihr Biss kann bestenfalls im Krankenhaus landen “ – fügt das Portal hinzu.

Die Lieferung war in jedem Fall schrecklich: Die Schläuche waren in einer mit Klebeband umwickelten Plastikbox und in einer Pappverpackung verpackt. „Ich kann mir nicht vorstellen, was passiert, wenn beim Transport etwas schief geht. Oder wenn der Nachbar oder ein Familienmitglied des Empfängers das Paket aus Neugier öffnet“, kommentierte ein Vertreter des Tierheims.

Alle Reptilien werden bei einer routinemäßigen Paketkontrolle in einem spezialisierten Zentrum gefunden. Die Polizei ermittelt in diesem Fall, weil Mutter und Absender des Schlangenpakets bislang nicht identifiziert wurden.

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Adelmar Fabian

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