Deutsch. München will Migranten von der polnisch-weißrussischen Grenze aufnehmen. „Schnell und ohne unnötige Bürokratie“ | Weltnachrichten

München hat sich im Juli 2019 zum sicheren Hafen erklärt und ist der All-German Safe Harbor Alliance beigetreten. Gemeinsam mit 107 Städten und Gemeinden engagiert er sich für Menschen außerhalb der Europäischen Union, beispielsweise in Afghanistan. Diese Städte bieten den Schutz, den sie brauchen.

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Mehr Informationen zur Situation an der polnisch-weißrussischen Grenze auf der Homepage von Gazeta.pl. >>>

Deutsch. München will Migranten an der Grenze aufnehmen

Am Mittwoch veröffentlichte die bayerische Landeshauptstadt ein Kommunique, in dem sie ihre Bereitschaft bekundet, Migranten an der polnisch-weißrussischen Grenze aufzunehmen. Auch die Münchner Behörden verurteilten die Behandlung von Migranten. Die Bürgermeisterin der Stadt Verena Dietl schrieb Ende Oktober an die Bundesregierung, um Flüchtlingen an der Grenze zu helfen, und erklärte sich bereit, Migranten „schnell und unbürokratisch“ aufzunehmen.

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Verena Dietl: Die EU kann in dieser verzweifelten Situation nicht mehr tatenlos zusehen

„Viele Menschen mussten an der polnisch-weißrussischen Grenze unmenschliche Bedingungen ertragen und bleiben ohne ausreichende medizinische Versorgung und Nahrung im Niemandsland gefangen. Wir können nicht mehr sehen, dass diese Menschen ohne Perspektive und Unsicherheit an den EU-Grenzen verbleiben und sogar sterben.“ Und mit dem bevorstehenden Winter verschärft sich die Situation. Die Europäische Union kann in dieser verzweifelten Situation nicht mehr tatenlos zusehen“, sagte Verena Dietl.

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Der Oberbürgermeister von München fügte hinzu, dass die Rettung von Menschenleben und der Schutz der Menschenrechte Priorität haben. „Deshalb schlagen wir erneut vor, Menschen, die aus den Grenzgebieten geflohen sind, schnell und unbürokratisch nach München aufzunehmen und ihnen hier den Zugang zu den regulären Asylverfahren zu ermöglichen“, kündigte Dietl an.

Adelmar Fabian

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