Der Schlüssel zur Langlebigkeit liegt in der Primärprävention und Früherkennung des Krankheitsrisikos

„Bei der Primärprävention geht es darum, Risikofaktoren zu eliminieren. Einige werden wir nicht beeinflussen, aber einige können wir reduzieren oder direkt eliminieren, zum Beispiel Übergewicht oder zu wenig Bewegung. Dazu zählen auch aktives oder passives Rauchen“, sagt Dr. Ivana Holcátová vom Institut für öffentliche Gesundheit und Präventivmedizin der 2. Medizinischen Fakultät der Karlsuniversität.

In der Tschechischen Republik ist die Sekundärprävention jedoch viel breiter angelegt, d. h. die Behandlung einer Bevölkerung, die bereits Risikofaktoren aufweist.

Schlechter Lebensstil verkürzt das Leben

Heute zweifelt niemand daran, dass der arme Lebensstil der Menschen nachweislich zu der zunehmenden Zahl von Zivilisationskrankheiten beiträgt.

„In prähistorischen Zeiten hatten wir Spitzensportler. Jetzt sitzen wir ständig, egal ob bei der Arbeit, zu Hause oder im Auto unterwegs. Wir essen ungesund, bis zu fünfmal am Tag, schlafen bis spät in die Nacht, trinken Wasser mit Chlor oder Kunststoffe. Die Steuern, die die Menschheit für den technologischen Fortschritt zahlt, sind enorm“, erklärt der Arzt David Frej vom Prager Zentrum für Funktionelle und Ganzheitliche Medizin und fügt hinzu:

„In den letzten 100 Jahren haben wir Konserven und industriell verarbeitete Lebensmittel gegessen und es gibt schnelle Veränderungen in unserer Umgebung, in der sich die menschlichen Gene nicht anpassen. In der Vergangenheit bestand unsere Ernährung aus nährstoffreichen Lebensmitteln. Die Aufnahme von zugesetztem Zucker war auch minimal – Honig und saisonale Früchte enthalten nur 3% der Gesamtzusammensetzung.

Ein schlechter Lebensstil wird in Zukunft zu einer deutlichen Verkürzung der Lebenserwartung führen.

Moderne Technik hilft bei der Früherkennung

Auch im Bereich der Präventivmedizin beginnt moderne Technik eine Rolle zu spielen. Daher sollte man auch bei der Wahl eines Hausarztes auf seine Büroausstattung und seine Bereitschaft, in neue Geräte zu investieren, achten.

„Heute steht uns eine moderne Gerätetechnologie namens POCT – Point of Care Technology zur Verfügung, die während des Wartens in der Arztpraxis umfassende Befunde über den Zustand des Patienten liefern kann – aus einem Blutstropfen komplettes Blutbild, dank Laser-Durchflusszytometrie in Verbindung mit hochauflösendem Blutbild-Scanning“, erklärt Milan imko vom Schweizer Unternehmen AxonLab, das sich auf die Entwicklung von Medizintechnologien spezialisiert hat.

„Andere Tests, die sie durchführen, umfassen glykiertes Hämoglobin, das einen Zustand der Fettleibigkeit, das sogenannte metabolische Syndrom, aufdeckt, sowie Lipidspektrumwerte oder das Risiko von rektalen Blutungen und Prostataproblemen erkennt. Innerhalb von Minuten können Ärzte Infektionskrankheiten und beginnenden Diabetes erkennen.“ , Fettleibigkeit, drohendem Nierenversagen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, fügte imko hinzu.

Adelmar Fabian

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