Das aggressive Ritual überrascht Judo. Die Ohrfeige ist noch etwas hart, der Konkurrent verteidigt den Trainer

Die deutsche Judoka Martyna Trajdos verteidigte Claudia Pusa, nachdem ihr Trainer sie während der Olympischen Spiele in Tokio brutal erschüttert und sie in einem Ritual vor dem Spiel geohrfeigt hatte.

Das Pre-Match-Ritual der deutschen Judoka aus Polen Martyna Trajdosová und ihrer Trainerin Claudia Pusa vor ihrem Duell gegen Szofi Ozbasová aus Ungarn in der Kategorie bis 63 Kilogramm sorgte in den sozialen Netzwerken für Aufsehen.

Der 54-jährige Trainer aus Rumänien schüttelte seine Vorwürfe heftig ab und verpasste ihm am Ende zwei Ohrfeigen. Trajdos steuerte dann auf die Tatami zu, verlor jedoch gegen Ozbas. Nach dem Spiel verteidigte er jedoch seinen Trainer. Und dann hat er auf Instagram erklärt, was wirklich passiert ist.

„Ja, es sieht aus wie ein wirklich intensives Grollen im Video und ich wünschte, ich könnte heute über etwas anderes schreiben. Aber wie gesagt, es ist ein Ritual, das ich vor dem Spiel brauche. Mein Trainer hat einfach getan, was ich wollte, um ihn aufzuwecken.“ ich“, schrieb Trajdos. „Diese Ohrfeige war wahrscheinlich ein bisschen hart“, fügte er zur Niederlage hinzu.

Damit beantwortete er unzählige Fragen, ob es ihm nach der „Motivationsintervention“ gut und psychisch gut ging. Seine Argumente reichten jedoch nicht für die Internationale Justiz-Föderation, die den deutschen Trainer vor „seinem schlechten Benehmen“ warnte. Judo ist laut IJF „ein Bildungssport und kann daher ein solches Verhalten nicht tolerieren“.

Adelmar Fabian

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