Auch Vejmelka wird an einem Stock festgehalten, vor sich eine Symphonie. Es bringt Frieden, an den sich die Tschechen nicht erinnern

Karel Vejmelka ging ins Tor für das Viertelfinale, während Deutschland ausgeruht war. Er zeigte eine tadellose Leistung und trug maßgeblich zum 4:1-Vorsprung bei. Auch der tschechische Keeper hatte Glück und konnte nach einer fantastischen Einführung von den Stürmern die Ruhe bewahren. So wie es die Tschechen schon lange nicht mehr im Viertelfinale der Eishockey-WM erlebt haben.

Helsinki (aus unserem Newsletter) – In der dritten Minute des Viertelfinales mischte Roman Ervenka versehentlich einen Puck im Mantel, im richtigen Moment ging er vor David Krejčí vorbei. Er mag vorbei sein, aber er wird selbstlos hinter sich gehen, wo er David Pastrňák spürt. Nummer 88 schießt ins leere Tor – 1:0.

In der elften Minute wehrte Filip Hronek Krejčí in einem Machtspiel ab. Ein erfahrener Techniker wusste sofort, was er tun würde und wie er alle vier Deutschen KO schlagen würde. Er kniete und überquerte Ervenka über die Breite. Aus spitzem Winkel traf er unverkennbar den offenen Käfig – 2:0.

In beiden Fällen mussten Yasin Ehliz und Daniel Fischbuch auf der Bank ihr Gewissen befragen und gleichzeitig das geniale Powerplay von Krejčí anerkennen.

„Als Pasta ankam, entschieden wir, dass wir sie mit Krejča und Ervus vereinen mussten. Wir wollten eine Formation schaffen, die für ein Powerplay sehr auffällig ist. Im Viertelfinale zeigten die Spieler ihre Stärke“, sagte Trainer Kari Jalonen .

Dank der Schüsse von Pastrňák und Ervenka hatten die Tschechen einen Start, an den sie sich in einem kritischen WM-Viertelfinalspiel kaum erinnern können. Helsinki und Deutschland führen nach dem ersten Drittel des Viertelfinales letztmals vor 26 Jahren in Wien mit zwei Toren. Zufälligerweise auch gegen Deutschland und ebenfalls 2:0.

Damals gewann die Mannschaft um Trainer Luďek Bukač und Kapitän Robert Reichel mit 6:1 und gewann damit das erste Gold der unabhängigen Tschechischen Republik. Seitdem sorgen zumindest zu Beginn des Spiels die Viertelfinals immer für mehr Spannung.

In Helsinki hingegen erhöhten die Tschechen den dritten Treffer in einem dritten Powerspiel nach der Halbzeit auf 3:0 und kontrollierten das Duell komplett. „Es gibt nicht viel, was ich über unseren Powerlifter sagen kann. Es ist eine Symphonie und etwas, das schwer zu verstehen ist“, beobachtete Karel Vejmelka vom Tor über die Arena.

Obwohl er bei einem Großereignis seinem ersten Viertelfinale nachjagte, hätte er sich wohlfühlen können. „Aber ich war von Anfang an dabei. Als der erste Bulle fit war, fiel alles von mir ab und ich dachte, wir würden gewinnen. Ich fühlte mich großartig“, erklärte er.

Krejčí erzielte das dritte Tor leer, aber in diesem Fall war die Situation eher ein glücklicher Zufall als ein beabsichtigtes Zusammenspiel. Pastrňák traf den Ball beim Volleyschuss nicht gut, aber Krejčí war nah dran. Die langsame Scheibe wurde direkt auf ihn gerichtet und bemalt.

Die Tschechen steigerten den Powerplay-Erfolg auf sehr solide 38,1 Prozent. Zum Vergleich: Letztes Jahr bei der WM in Riga war Kasachstan mit 35 Prozent das beste.

Das Glück für sie im Viertelfinale war auf der anderen Seite. Lukas Reichel markierte im Spiel zweimal den Pfosten, beim 0:2 und 1:3 konnte er Deutschland wieder ins Spiel bringen. Beim Stand von 0:3 zog Vejmelka Marcel Noebels erneut zum Abschluss. Dann verschränkte er ungläubig die Arme.

„Torhüter brauchen Glück, ohne sie kann man nicht gewinnen“, schmunzelte Vejmelka. „Es hat sich bestätigt, dass ich es gut gebaut habe. Aber ich muss mich auch bei den Jungs bedanken, die viele Schüsse geblockt und mir geholfen haben. Sie haben es alle geschnitten, sind in ihren Mund gefallen. Eine erstaunliche Leistung“, fuhr der Torhüter aus Arizona fort.

Er schauderte auch beim deutschen Powerplay, das die Gegner Mitte der dritten Halbzeit durch Zurufe des Torhüters multiplizierten. Dort feuerte Vejmelka mehrere Schüsse in den Torraum, doch dann ging ein verdeckter Schuss von Moritz Seider drüber.

„Ich bin ein bisschen reif. Deutschland hat uns damals eingesperrt, aber wir haben den kritischen Moment gehalten“, kommentierte der Torhüter. Als Jiří Smejkal die Führung auf 4:1 erhöhte, war klar, dass die Tschechen um eine Medaille spielen würden.

„Nur noch einen Schritt, jetzt müssen wir uns auf das Halbfinale konzentrieren“, sagte Vejmelka wenige Minuten nach dem Spiel.

Er nahm die Prozedur auch als Geburtstagsgeschenk, am Mittwoch wurde er wie Pastrňák sechsundzwanzig. „Wir haben eine Anfrage und einen Kuchen von den Jungs bekommen, den haben wir uns alle geteilt. Die Feier war dann auf Eis“, schmunzelte er noch einmal und bezog sich dabei auf das gelungene Viertelfinale.

„Jeder sollte sehen, wie gut Karel ist und wie selbstbewusst er ist“, sagte Jalonen selbstgefällig. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Finnland legte Vejmelek eine Pause ein und schickte Mark Langhamer ins Netz.

Nach dem Viertelfinale war der finnische Trainer jedoch die Nummer eins für das letzte Meisterschaftswochenende.

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Astor Kraus

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