An der CTU präsentierten sie ein 40-Millionen-Labor für die Forschung im Bereich der Nanoelektrik

Nach Angaben der Tschechischen Technischen Universität wird das Labor beispielsweise bei der Ausbildung von Zukunftstechnologien und Designern helfen, die sich auf Halbleiter, einschließlich Mikrochips, vorbereiten.

„Dieses Labor ist zusammen mit der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik und anderen Arbeitsplätzen der FEE in die Forschungsinfrastruktur integriert, damit die Studenten die neuesten Technologien kennenlernen und sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten können“, sagte Pavel Hazdra, der die Abteilung Mikroelektronik leitet.

Neue diamantbasierte Elektronik

Laut Hazdra zielt das Labor auf drei Bereiche der Grundlagenforschung ab. Die erste ist eine neue diamantbasierte elektronische Forschung. „Diamant ist ein vielversprechendes Material insbesondere für die Leistungselektronik, da es Komponenten ermöglicht, bei Temperaturen von 300 bis 500 Grad Celsius zu arbeiten“, erklärte er.

Ein weiteres Forschungsthema ist die Nanoelektronik. „Das bedeutet, den Elektronenfluss auf atomarer Ebene und Atomschicht zu kontrollieren. Der dritte Bereich sind Sensoren und gedruckte Elektronik“, fügte er hinzu.

Pawel Hazdra

Foto: Petr Neugebauer, Fakultät Elektrotechnik CTU

Laut Jan Vovs, der das neue Labor leitet, ist es mit fortschrittlichen Technologien für das Tiefenätzen mit reaktivem Plasma, die maskenlose optische Lithographie und die Atomlagenabscheidung ausgestattet.

Er erklärte, sein Ziel sei es, eine sehr dünne Schicht zu schaffen, die die Elektroden von den leitenden Kanälen des Transistors trennt.

Studentisches Engagement

An allen Projekten, die im vergangenen Jahr im Versuchsbetrieb des Labors gestartet wurden, waren Doktoranden, aber auch Bachelor- und Masterstudierende beteiligt.

Jan Vove

Foto: Petr Neugebauer, Fakultät Elektrotechnik CTU

„Das Labor wird derzeit von fünf Doktoranden, mehreren Postdoktoranden und vier Forschungs- und Lehrkräften genutzt“, sagte Voves, der auch außerordentlicher Professor in der Abteilung für Mikroelektronik der FEE CTU ist.

Karolína Veselá ist eine der Studentinnen, die ihr Projekt bei NANOLAB umgesetzt haben. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit war er an der Inbetriebnahme von Dünnschichtabscheidungstechnologien beteiligt.

„Die Atomlagenabscheidung (ALD) ist in der Lage, neue Materialschichten auf der Probe wachsen zu lassen, sogar in der Reihenfolge einzelner Moleküle, dank der schrittweisen chemischen Reaktionen im Reaktor. Mehrere Wachstumstests für dünne Oxidschichten waren erfolgreich“, erklärte Student im ersten Studienjahr des Masterstudiengangs Electronics and Communications.

Bilder aus dem Labor zeigen auch eine Studentin Karolína Veselá, die hier ihr Projekt umsetzt.

Foto: Petr Neugebauer, Fakultät Elektrotechnik CTU

Laut Fakultätsvertretern wird das Labor derzeit hauptsächlich aus europäischen Geldern über das Forschungsinfrastrukturprojekt für Promotionsstudiengänge der FEE CTU und das Center for Advanced Applied Natural Sciences for the Development of Doctoral Studies (CAAS) finanziert.

Optisches Mikroskop im Labor

Foto: Petr Neugebauer, Fakultät Elektrotechnik CTU

Professor Hazdra fügte hinzu, dass fünf bis zehn Prozent der Gebühren aus Fakultätsmitteln stammten. Das Geld kommt auch aus nationalen Quellen über das Bildungsministerium.

Rafael Frei

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