Zwischen Emmanuel Macron und Italien wechselhafte Beziehungen

Die Macht in Rom war nie ohne Geheimnisse. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Quirinalspalast einer der geheimsten Orte der Stadt ist. Diese auf einem Hügel erbaute ehemalige Residenz des Papstes und Königs von Italien wurde mit der Gründung der Republik (1946) natürlich zur Residenz der Präsidenten. In seinen dicken Mauern spielt das Staatsoberhaupt seine Rolle, vor allem formal, nicht ohne eine unermessliche Kraft hinter den Kulissen auszuüben – der jetzige Einwohner, Sergio Mattarella, ist so weise, dass wir seinen Einfluss immens vermuten.

Quirinal ist nicht das Zentrum des italienischen politischen Lebens. Im Gegenteil, dort werden alle Krisen gelöst und die feierlichsten Zeremonien abgehalten. Am Freitag, 26. November, um 9 Uhr werden der italienische Ratspräsident Mario Draghi und der französische Präsident Emmanuel Macron ein beispielloses bilaterales Abkommen unterzeichnen.

Wenn wir uns an die institutionelle Logik halten, hat diese Ortswahl etwas damit zu tun. Tatsächlich fällt der Vertrag unter das Vorrecht des Ratspräsidenten und nicht des Staatsoberhauptes. Aber es soll zeigen, dass die französisch-italienischen Beziehungen so eng sind wie die deutsch-französischen Beziehungen, die 1963 durch den Elysée-Vertrag festgelegt wurden. So sind Quirinals Entscheidungen von einem Palast zum anderen gezwungen, so viele Parallelen wie möglich zu verschieben.

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Wird dieses Symbol ausreichen, um die Idee eines französisch-italienischen Duos so solide wie die deutsch-französische Achse zu festigen? „Der Elysée-Bund gibt es seit mehr als einem halben Jahrhundert, und er hat sich lange Zeit gewidmet Versöhnungsprozess. Aber auch wenn Paris und Rom manchmal starke Spannungen erleben, sind die beiden Länder im Juni 1940 nur für wenige Tage Feinde., relativ zu einem französischen Diplomaten.

Paris und Rom führen nie – oder fast nie – Krieg, das ist eine Tatsache. Aber im Laufe von anderthalb Jahrhunderten verliefen die Beziehungen zwischen den beiden Ländern keineswegs linear, und gewisse Reibungspunkte traten bei der geringsten Gelegenheit wieder auf. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Tücken dieser viel komplexeren Beziehung bitter erlebt, als es scheint.

Es fing alles ganz gut an. Unter 40, pro-europäisch, im Mai 2017 gewählter Präsident, verbirgt seine Liebe zu wunderschönes Landund ging sogar so weit, eine Italienerin, Claudia Ferrazzi, als Kulturberaterin zu engagieren. Logischerweise wurde seine Ankunft von der damaligen italienischen Regierung unter der Führung von Paolo Gentiloni (PD, Mitte links) sehr gut aufgenommen.

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Adelmar Fabian

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