Zerstörer trifft vorübergehend Westdeutschland und tötet 50 Menschen in 24 Stunden | Öffentlich

Der heftigste Sturm, der bisher schwerste in Deutschland in diesem Jahrhundert, traf den Westen des Landes und tötete in nur 24 Stunden mindestens 50 Menschen, während Rettungskräfte nach Dutzenden Vermissten suchten.

Bilder von Bewohnern auf den Dächern ihrer Häuser, die auf Rettung warten, oder die Entdeckung einer wachsenden Zahl von Menschen, die in Kellern eingeschlossen sind oder versuchen zu fliehen, erschütterten das Land an diesem Donnerstag.

Die am stärksten betroffenen Gebiete gehören zu den am dichtesten besiedelten des Landes – das „Land“ Nordrhein-Westfalen mit 18 Millionen Einwohnern und das angrenzende Rheinland-Pfalz. Ein Teil des Gebiets war einst ein Bergbaugebiet, so dass das darunter liegende Gelände immer noch von verlassenen Brunnen durchzogen ist, die anfällig für Überschwemmungen sind.

In beiden Bundesländern sind sie solche Situationen gewohnt. Aber die Geschwindigkeit von Straßen, Vororten und Stadtzentren wurde jetzt überflutet, und die Flüsse haben die Erwartungen übertroffen. Der Straßenverkehr wurde ebenso wie die Bahnverbindungen sowohl in der Region als auch von dort nach Berlin und in den Süden des Landes abgeschnitten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Betroffenen „jede Unterstützung“ zugesichert. In einer Erklärung aus Washington, wo sie zu ihrer voraussichtlich letzten Reise als Kanzlerin ihrer transatlantischen Verbündeten eintrifft, sagte Merkel, sie habe das Thema mit Finanzminister Olaf Scholz und Innenminister Horst Seehofer angesprochen.

„Wir haben über eine langfristige Wiederaufbauhilfe gesprochen, obwohl das vorrangige Ziel jetzt logischerweise die Soforthilfe in den betroffenen Gebieten ist“, sagte Merkel.

Vor den Medien bezeichnete er die Lage in der Region als „katastrophal“, „unmöglich mit Worten zu beschreiben“.

Es war das verheerendste Hochwasser des Jahrhunderts, schlimmer als 2002 im Osten des Landes. Dann wurde die Stadt Dresden tagelang von der aufsteigenden Elbe belagert, während Freiwillige, Zivilschutz und Feuerwehr um die Rettung der Betroffenen kämpften und die aus dem sogenannten „Florenz des Ostens“ evakuierten Kunstschätze.

Merkel sagte, sie stehe auch in Kontakt mit regionalen Führern. Das sind der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, der konservative Kandidat, der ihn bei der Bundestagswahl im kommenden September ablösen soll, sowie aus Rheinland-Pfalz die Sozialdemokraten Schande Dreyer.

Laschet besuchte Altena, wo ein Feuerwehrmann starb, und Hagen, eine Stadt, deren Straßen überflutet wurden. Auch in Köln ist die Lage dramatisch, wo zwanzig Tote bestätigt wurden.

„Wir erleben Überschwemmungen mit katastrophalem Ausmaß. Wir sind eine Region, die Überschwemmungen gewohnt ist, aber was wir erlebt haben, war eine Katastrophe“, sagte Dreyer.

Die Höhe der benötigten Hilfe wurde nicht berechnet, da es keine Schätzung des Gesamtschadens durch den Sturm gibt. Wetterdienst, den heftige Regenfälle in den nächsten Stunden senden.

KLIMAKRISE UND WAHLKAMPAGNE

Sowohl Greenpeace als auch die schwedische Umweltaktivistin Greta Thumberg haben davor gewarnt, dass verheerende Überschwemmungen eine Folge der Klimakrise sind und dass dies nur der Anfang einer Reihe ähnlicher Phänomene ist.

Laschet warnte davor, dass es in Zukunft häufiger zu solchen Klimaextremen kommen könnte, und forderte mehr Anstrengungen zum Klimaschutz. „Die Häufung von Perioden mit Starkregen und anderen mit extremer Hitze hat etwas mit dem Klimawandel zu tun. Das bedeutet, dass wir mehr für das Klima tun müssen, in Europa, in Deutschland und weltweit“, sagte er.

Der Umweltschutzplan zur Katastrophe, der auch im Vorfeld der Parlamentswahlen im September stattfand, nach der Merkel die Macht abgeben wird. Laschet führt die Umfragen mit deutlichem Vorsprung vor ihrer Verfolgerin, der Grünen Annalena Baerbock, und der drittplatzierten Sozialdemokratin Scholz an.

Die drei Bewerber hatten Zeit, ihren Wahlkampf inmitten der Katastrophe zu unterbrechen. Umweltschutz ist eindeutig das wichtigste Arbeitspferd des Umweltschützers Baerbock. Aber auch Laschet oder Scholz in ihrer Funktion als Vizekanzler und Finanzchef können von einem effizienten Krisenmanagement profitieren.

In Deutschland wird in diesem Zusammenhang an die Fortschritte des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder im Jahr 2002 bei seiner Wiederwahl erinnert, als er bei Gummistiefeln in Dresden auftrat, um das Krisenmanagement zu übernehmen. Bis dahin favorisierte die Prognose den konservativen Kandidaten Edmund Stoiber aus Bayern. Plötzlich wendete sich die Situation zugunsten von Schröder, der wenige Monate später seinen Rivalen besiegte.

Adelmar Fabian

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