Spanier haben durchschnittliche Finanzkenntnisse in der Eurozone

Frankfurt (Deutschland), 13. Januar (EFE).- Spanien verfügt über durchschnittliche Finanzkenntnisse im Vergleich zu Euro-Ländern wie Lettland oder der Slowakei und etwas unter Frankreich. An der Spitze der Rangliste stehen Deutschland, die Niederlande und Finnland, gefolgt von den Portugiesen, Zyprioten und Italienern, wie aus einer Grafik im Artikel „Mitteilungen der EZB an die Öffentlichkeit“ hervorgeht, der am Donnerstag im Wirtschaftsbulletin des Unternehmens veröffentlicht wurde, und mit Daten aus dem Jahr 2020. Die Grafik zeigt das Niveau der Finanzkompetenz der breiten Öffentlichkeit in jedem der 19 Länder des Euro-Währungsgebiets. Fast 50 % der Spanier, die an der Umfrage teilgenommen haben, haben mindestens drei der fünf Fragen zur Finanzkompetenz richtig beantwortet. Die Fragen beziehen sich auf Themen wie Risikostreuung, Inflation, Arithmetik und Zinseszins. 65 % der Deutschen und Niederländer beantworteten mindestens drei der fünf Fragen richtig, im Vergleich zu 25 % der Portugiesen, 35 % der Zyprioten und fast 40 % der Italiener. EZB-Ökonomen sagen, dass die Kommunikation der Zentralbanken traditionell in erster Linie an Experten gerichtet war, wie zum Beispiel Teilnehmer an den Finanzmärkten, aber heutzutage „fokussieren sie sich mehr darauf, ein breiteres Publikum von Nicht-Experten zu erreichen“. Sie definieren die breite Öffentlichkeit als öffentliche Laien und repräsentative Berufsorganisationen wie Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, politische Gruppen usw. Auch das öffentliche Interesse an EZB-bezogenen Themen ist von Land zu Land sehr unterschiedlich, wobei das Hauptinteresse jedoch der Geldpolitik gilt. In Italien und Spanien ist das Interesse an Fragen der Bankenaufsicht deutlich größer als in Ländern wie Deutschland und den Niederlanden. Und Diskussionen über das Mandat und die Verantwortlichkeiten der EZB sind in Deutschland und Frankreich so verbreitet wie in keinem anderen Land. Das Fernsehen (81%) ist der wichtigste Kanal, über den die Öffentlichkeit Nachrichten über die EZB erhält, gefolgt von der Presse, der Internetpresse, dem Radio und Informationen aus den sozialen Kreisen der Menschen, so die Daten der Umfrage zu Wissen und Einstellungen (K&A). ab Mai 2021. Aber in den sozialen Medien bekommen nur wenige Neuigkeiten über die EZB. Der beliebteste Social-Media-Kanal ist Facebook (14%), gefolgt von Twitter und LinkedIn. EZB-Ökonomen betonen, dass die Kommunikation der EZB komplexer ist als die Kommunikation anderer Zentralbanken, da sie in vielen Sprachen kommunizieren muss. Die EZB kommuniziert in 24 Sprachen mit 340 Millionen Bürgern in 19 Ländern und muss unterschiedliche Finanzkompetenzen der Länder des Euroraums berücksichtigen. Die EZB ist der Ansicht, dass sich die Lesbarkeit der neuen „Geldpolitischen Erklärung“ der EZB im Vergleich zur vorherigen „Vorläufigen Erklärung“ erheblich verbessert hat und dass die Infografik der geldpolitischen Erklärung eine zugänglichere Kommunikationsebene einführt, die es ermöglicht, die Allgemeinheit besser zu erreichen allgemein. EFE aia / fp

Reinhilde Otto

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