Sizilien und Indonesien haben ihre Häfen für Flüchtlinge geöffnet

Italien erlaubte nach einer Woche die Landung von 440 Flüchtlingen, die vom humanitären Schiff Sea Watch 3 von Schiffen im Mittelmeer gerettet wurden. Die Flüchtlinge sollen heute im Hafen von Pozzallo in Sizilien ankommen. Unter ihnen waren nach Angaben der deutschen Wohltätigkeitsorganisation Sea Watch, die das Schiff betreibt, 14 Kinder unter einem Jahr.

Vor zwei Tagen brachte die italienische Küstenwache Windeln und Milchpulver an Bord und brachte mehrere Menschen wegen gesundheitlicher Probleme an Land, während sie auf die Erlaubnis zum Anlegen warteten. Darunter waren auch zwei Schwangere.

Indonesien gewährte auch rund hundert Rohingya-Flüchtlingen, die gestern auf dem Seeweg angekommen waren, Zugang. Dies geschah erst auf Druck von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International oder dem Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen. Etwa 120 Rohingya-Muslime, meist Frauen und Kinder, haben sich vor wenigen Tagen mit Notbooten der indonesischen Küste genähert, und auch das mehrheitlich muslimische Indonesien weigerte sich zunächst, sie aufzunehmen. Dies ist eine Gruppe von zehntausenden Angehörigen dieser Volksgruppe, die seit 2017 im buddhistischen Burma verfolgt wird. Neben Burma segeln sie auch tausende Kilometer über die Straße von Bengalen nach Indonesien, wo sie unter den harten Bedingungen leben von Flüchtlingslagern.

CTK, Kathpress

Eckehard Beitel

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