Probleme mit Lieferketten haben die deutsche Industrieproduktion im August belastet, Autosektor ist im Vergleich zum Vormonat um 17,5 Prozent gefallen

Die Industrieproduktion in Deutschland wurde im August durch eine Kürzung der Lieferkette behindert. Im Vergleich zum Juli ging die Produktion mit vier Prozent deutlich stärker zurück als erwartet. Dies geht aus den heute veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Der Automobilsektor hat stark gelitten.

Analysten hatten in einer Reuters-Umfrage erwartet, dass die Produktion im August um 0,4 Prozent sinken würde. Noch übertraf das Wachstum der Industrieproduktion im Juli mit 1,3 Prozent die Erwartungen.

Die Produktion von Autos und Autokomponenten ging im Vergleich zum Juli um 17,5 Prozent zurück. Seit Anfang des Jahres haben die deutschen Autohersteller aufgrund fehlender Mikrochips Schwierigkeiten, mit der gestiegenen Nachfrage nach der Pandemie Schritt zu halten.

Der heutige Bericht kommt, nachdem am Mittwoch veröffentlichte Daten einen stärkeren Rückgang der Industrieaufträge als erwartet zeigten. Im August wurden die Buchbestellungen aufgrund der schwachen Nachfrage aus dem Ausland reduziert. Davor waren sie zwei Monate in Folge extrem stark geworden.

Die Aussichten für September sind laut Analysten günstig. Das ifo Wirtschaftsinstitut prognostizierte, dass die Produktion im vergangenen Monat wieder ansteigen wird.

„Die Auftragsbücher sind noch voll, das einzige Problem ist derzeit die Materialversorgung, die die Produktionspläne etwas verzögert“, sagt ifo-Ökonom Klaus Wohlrabe.

„Wenn die Materialflüsse wieder anziehen, gibt es die Voraussetzungen für eine kräftige Erholung der Industriekonjunktur“, sagte VP Bank-Ökonom Thomas Gitzel.

Deutschland ist die größte Volkswirtschaft Europas und der größte Handelspartner Tschechiens.

Adelmar Fabian

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