Oskar Sala: Warum Google ihn heute ehrt | Nachrichten aus Kunst und Kultur

Der innovative elektronische Musikkomponist und Physiker Oskar Sala feiert am Montag seinen 112. Geburtstag.

Den Deutschen wird zugeschrieben, einen Soundeffekt auf einem Musikinstrument namens Traautonium-Mischung erzeugt zu haben, das die Welt von Radio, Film und Fernsehen verändert hat.

Am Montag änderte Google sein Logo in 27 Ländern zu seinen Ehren in ein Gekritzel oder eine Illustration.

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Hier ist die Geschichte:

Junger Erwachsener

Sala wurde 1910 in Greiz, Deutschland, geboren. Von Geburt an war er von Musik umgeben. Ihre Mutter ist Sängerin und ihr Vater Augenarzt mit musikalischem Talent.

Sala lernte schon früh Klavier und Orgel. Als Teenager begann er, klassische Klavierkonzerte zu geben und Kompositionen und Lieder zu komponieren.

Mit 19 Jahren zog Sala nach Berlin, um beim Geiger Paul Hindemith Klavier und Komposition zu studieren.

Dort lernte er die Arbeit von Friedrich Trautwein kennen, einem Ingenieur, dem die Entwicklung eines der ersten elektronischen Musikinstrumente zugeschrieben wird, des Traautoniums, eines Instruments, dessen Tonhöhe elektronische Impulse erzeugt, die von Lautsprechern in Klang umgewandelt werden.

Das Instrument kann wie eine Violine, Oboe oder Sirene klingen und stimmliche Klänge erzeugen. Sala war schnell fasziniert von den Möglichkeiten dieser Entdeckung.

Trautonium

Sala konzentrierte sich auf die Beherrschung des Traautoniums und seine Entwicklung, was seine Studien inspirierte. Anschließend nahm er an öffentlichen Auftritten teil und tourte durch Deutschland, um anderen das Instrument vorzustellen.

Sala trat 1932 in die Universität Berlin ein, um Physik zu studieren, um seine Forschungen fortzusetzen und sich auf die Erweiterung seiner mathematischen und naturwissenschaftlichen Kenntnisse zu konzentrieren.

Infolgedessen half er bei der Entwicklung von Volksstraautonium, einem beliebten Traautonium, das von Telefunken, einem deutschen Radio- und Fernsehunternehmen, produziert wird.

Während des Nationalsozialismus war elektronische Musik verboten. Trautwein gelang es jedoch, den Propagandaminister Josef Goebbels zu treffen, bei dem Sala das Instrument spielte.

Die NS-Behörden genehmigten seine Arbeit und ließen ihn weitermachen.

Ein Mann spielt ein Traautonium, ein elektrisch betriebenes Tasteninstrument, das die Klänge verschiedener Instrumente erzeugt, indem es durch elektronische Wellen Variationen in Tonhöhe und Tonhöhe erzeugt [File: Hulton-Deutsch/Getty Images]

Tratonium-Mischung

1935 entwickelte Sala ein neues Traautonium und drei Jahre später das Radio-Traautonium, ein tragbares Modell für Live-Auftritte.

Im Alter von 34 Jahren wurde Sala zum Kampf an die Ostfront gerufen, wo er verletzt wurde, was dazu führte, dass er sich den größten Teil des Feldzugs erholen musste. 1946, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, kehrte Sala, 36, in sein Labor nach Berlin zurück.

Und zwei Jahre später begann er mit der Arbeit an seiner neuesten Erfindung, einer Traautoniumlegierung – einer polyphonen Version des Originalinstruments. Seine Erfindung wurde Ende 1952 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Sala fertigte später große Versionen seines Instruments an und gründete 1958 sein Studio bei der deutschen Filmgesellschaft Mars Film. Er begann mit der Produktion elektronischer Soundtracks, darunter Veit Harlans „Different from You and Me“ und Rolf Thieles „Rosemary“. Sein bekanntester Film ist jedoch Alfred Hitchcocks „Die Vögel“.

In diesem Film erzeugen Musiker mit ihren Musikinstrumenten Geräusche wie Vogelgezwitscher, Klopfen und Zuschlagen von Türen und Fenstern.

Sala hat an über 400 Filmen mitgearbeitet. Für seine Arbeit am Soundtrack wurde er mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet und erhielt außerdem das Verdienstkreuz für ein Leben in der Musik.

1995 stellte Sala seine Instrumente dem Deutschen Technikmuseum als Dauerleihgabe zur Verfügung, fünf Jahre später, im Alter von 85 Jahren, schenkte er dem Museum seinen Nachlass.

Sala starb am 26. Februar 2002 in Berlin im Alter von 92 Jahren.

Rafael Frei

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