Inflation in Deutschland steigt im Oktober auf 4,6 Prozent

Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland stieg im Jahresvergleich in diesem Monat von 4,1 Prozent im September auf 4,6 Prozent. Dies geht aus vorläufigen, mit der Berechnungsmethodik der Europäischen Union harmonisierten Daten hervor, die das Statistische Bundesamt heute veröffentlicht hat. Damit erreichte die Inflation den höchsten Stand seit Januar 1997, als mit der Überwachung von mit EU-Methoden harmonisierten Daten begonnen wurde, schreibt Reuters.

Gleichzeitig war die Verbraucherpreisinflation in Deutschland etwas schneller als von Analysten erwartet. In einer Reuters-Umfrage erwarten sie für Oktober eine durchschnittliche Inflation von 4,5 Prozent. Die Verbraucherpreise in Deutschland und anderen Ländern wurden zuletzt von steigenden Energiepreisen und Lieferkettenproblemen getrieben.

Die Inflation in Deutschland liegt derzeit deutlich über dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die ihr mittelfristiges Inflationsziel im Juli auf 2 % angehoben hat. Das Ziel ist symmetrisch, dh Abweichungen vom Ziel nach unten und nach oben sind gleichermaßen unerwünscht.

Deutschland ist die größte Volkswirtschaft, in der der Euro die gemeinsame europäische Währung ist. Das europäische Statistikamt Eurostat wird am Freitag eine schnelle Prognose der Oktober-Inflation im Euroraum veröffentlichen. Im September stieg die Verbraucherpreisinflation in der Eurozone von drei Prozent im August auf 3,4 Prozent.

Adelmar Fabian

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