In Deutschland entfacht die Afghanistan-Krise das Gespenst einer neuen Migrationskrise

24 Stunden nach der Einnahme Kabuls durch die Taliban bekannte sich Deutschland zu der Tragödie in Afghanistan. „Wir alle haben die Entwicklung der Situation falsch eingeschätzt, und ich selbst bin dafür verantwortlich. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Montag, 16. August, auf einer Pressekonferenz die Lage in Afghanistan genannt „Wertvoll, dramatisch und erschreckend“.

„Wir sollten nicht versuchen, die Dinge zu verschönern. Wir alle Regierungen, Geheimdienste und die internationale Gemeinschaft kann nicht erkennen, dass die afghanischen Streitkräfte unvorbereitet sind, sich den Taliban zu stellen“, hatte Bundesaußenminister Heiko Maas heute früher anerkannt. „Wir haben alle Fehler bei der Wertschätzung gemacht und werden auf jeden Fall noch einmal darüber reden“, fügte er hinzu und erklärte, dass er wollte „Lernen Sie die Lehren und Konsequenzen dieser Affäre“.

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Eineinhalb Monate nach dem Abzug der letzten deutschen Truppen aus Afghanistan und sechs Wochen vor den Parlamentswahlen am 26. September ist ungewiss, ob diese anfängliche Selbstkritik der Regierung ausreichen wird, um ein Ende zu nehmen. zu der Kontroverse, die in wenigen Stunden über den Rhein gewonnen hatte. „Eine historische Katastrophe für Bundeskanzlerin Merkel“, Schlagzeile, Montagabend, Boulevardzeitung Bild. „Deutsches Vietnam“, beschuldigt ihrerseits die konservative Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung. Gleiche Geschichte links: „Fall Afghanistan ist eine Schande für die deutsche Politik“, schätzen ihrerseits Tagesspiegel. entsprechend Umfrage vom Civey-Institut für Spiegel, glauben 76 % der Befragten, dass „Deutschland hat in Afghanistan versagt“.

Hektik

In der großen Koalition von Angela Merkel ist die Raserei total. In seiner eigenen Partei, der Christlich Demokratischen Union (CDU), wird Heiko Maas, Chef der Sozialdemokratischen Diplomatie (SPD), vorgeworfen, die alarmierende Botschaft der deutschen Botschaft in Kabul zur Verzögerung der Rückführung deutscher Staatsangehöriger in Afghanistan ignoriert zu haben. In der SPD liegt die Schuld bei den konservativen Innen- und Verteidigungsministern Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Horst Seehofer von der Christlich-Sozialen Union (CSU), denen vorgeworfen wird, die Evakuierung der für Deutschland arbeitenden Afghanen zu verlangsamen riskieren jetzt ihr Leben durch die Herrschaft der Taliban.

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Adelmar Fabian

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