F1 Gp Emilia Romagna, Höhepunkt und Misserfolg des Grand Prix von Imola

Die Träume der Cavallino-Fans zerplatzten in der 54. Runde des Emilia Romagna Grand Prix. Zu diesem Zeitpunkt am gestrigen Sonntag, dem 24. April, landete Charles Leclerc in der Runde, als er „mit voller Kraft“ versuchte, Sergio Perez abzuholen.

Der Erfolg in der Romagna lächelte Max Verstappen und Red Bull zu. Die Roten hingegen gehören zu denen, die es kaum erwarten können, ihre nächste Chance zu nutzen, die am Sonntag, den 8. Mai in Miami in Amerika stattfinden wird.

F1, Emilia Romagna Gp: die Spitze

1) Max Verstappen (Red Bull): Der Weltmeister hat auf der Strecke von Imola einen tollen Job gemacht.

Er eroberte am Freitag die Pole-Position, machte die verlorene Pole-Position durch ein Überholmanöver in der vorletzten Runde frühzeitig wieder wett und gewann das Sprintrennen am Samstag, 23. April, sowie das Rennen am Sonntag, 24. April. Er holte 34 Punkte, sicherte sich am ersten Wochenende mit einem Sprint seinen vollen Einsatz und machte wie nötig klar, dass er alles geben würde, um den Titel zu sichern.

2) Sergio Perez (Red Bull): Checo gewann die Leibwächter-Challenge mit Sainz in großem Stil und holte die schweren Punkte für die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft zu Red Bull. Das erste Double der Saison, das auf der Rennstrecke von Imola dank zweier aufeinanderfolgender Rücktritte von Carlos Sainz erzielt wurde, brachte Red Bull auf 113 Punkte gegenüber 124 von Ferrari.

Der zweitplatzierte Perez in Imola holte sein bestes Saisonergebnis und rückte mit 54 Punkten auf Platz drei vor, hinter Teamkollege Verstappen mit 59 Punkten und Charles Leclerc, der mit 86 Punkten weiterhin an der Spitze bleibt.

Der Mexikaner will wie in der vergangenen Saison eine entscheidende Rolle in der WM spielen: Ferrari ist gewarnt.

3) Lando Norris (McLaren): Der 22-Jährige aus Bristol gibt immer wieder Bestätigung für sein Talent. Klar und entschlossen nutzte er alle Gelegenheiten, einschließlich der größten, ein Geschenk von Leclerc, der ihm kurz vor dem Dreh in Imola ein Podium bescherte.

4) George Russell (Mercedes): George Russells junges schelmisches Lächeln ist die andere Seite des Mercedes-Hauses. Dem vierten Platz des 24-Jährigen aus King’s Lynn steht der 14. Platz seines Teamkollegen, des siebenfachen Weltmeisters Lewis Hamilton, gegenüber, der zu Saisonbeginn auch deshalb in einer tiefen Krise steckte.

5) Aston Martin: Das Team von Lawrence Stroll kann sich endlich über zwei Autopunkte freuen. Bemerkenswert ist die Leistung von Vettel auf Position acht, hinter dem ebenso positiven Tsunoda (Alpha Tauri). Der 10. Platz von Lance Stroll gab diesem Team, das mit beiden Autos selten Punkte-Aufregung erlebt, einen weiteren Selbstvertrauensschub.

F1, Imola Gp: Prise

1) Charles Leclerc (Ferrari): Der größte Verlierer heute ist Charles Leclerc. Seine Runde in Runde 54 ließ ihn das Podium verlieren und zwang ihn, sich mit dem sechsten Platz zufrieden zu geben.

Allerdings hätte es viel schlimmer kommen können. Ein Comeback-Ansturm und das Fahren am Limit können zu schwerwiegenderen Fehlern führen. Der monegassische Fahrer muss sich darüber im Klaren sein, dass in einer so langen Meisterschaft jeder Punkt zählt und dass man ab und zu zufrieden sein muss, auch wenn es vor den unglaublichen Cavallino-Fans schwierig ist.

2) Carlos Sainz (Ferrari): Für den guten Carlos kam der zweite Rückzug in Folge nach Imola. Aber wenn er in Melbourne einen hohen Preis für seinen Wunsch zahlen musste, sich in der ersten Runde nach Schwierigkeiten im Qualifying schnell zu erholen, wurde er diesmal Opfer von Ricciardos Enthusiasmus, der ihn in der ersten Runde vom Platz schickte.

Eine große Enttäuschung für einen Reiter, der eine der besten Qualitäten in der Regelmäßigkeit besitzt und aus diesem Grund von Cavallino mit einer Verlängerung um zwei weitere Saisons ausgezeichnet wurde. Jetzt steht er vor einer neuen Herausforderung, die sich als stärker als Pech erweisen soll und die Last der Hoffnungen der Cavallino-Fans tragen soll. Im Weltkampf von Ferrari, beginnend mit Amerika, wird der beste Sainz benötigt.

3) Lewis Hamilton (Mercedes): Es ist eine Aufgabe, sich auf Leclerc zu konzentrieren, wenn man bedenkt, dass er der Führende der Weltmeisterschaft ist und Ferrari in Italien fährt. Doch angeblich muss Hamilton, der bis vor wenigen Monaten um seinen achten WM-Titel kämpfte, nun um Platz 14 kämpfen.

Distanziert und frustriert erleidet er die Peinlichkeit, von Max Verstappen synchronisiert zu werden. Seine Saison drohte, wenn er nicht baldmöglichst ein besseres Gefühl mit seinem Silberpfeil fand, zur Tortur zu werden.

4) Daniel Ricciardo (McLaren): Ein früher Unfall gefährdet sowohl sein Rennen als auch Sainz. Von dort fiel er ans Ende der Gruppe und schloss auf einem miserablen 18. Platz ab, an einem Tag, an dem Teamkollege Norris auf dem Podium feierte. Eine nette Geste am Ende des Rennens, als er sich bei Sainz entschuldigte.

5) Mick Schumacher (Haas): Der junge Mick sitzt in seinem zweiten Jahr in der Formel 1 am Steuer eines von Ferrari angetriebenen Haas, der sich als wunderschönes Auto erweist, wie Magnussens neunter Zieleinlauf zeigt. Der 17. und letzte Platz in Imola, ebenfalls hinter Latifis Williams, war ein jämmerlich unzureichendes Ergebnis und der erste, der es bemerkte, war Kaisers Sohn.

Die Hoffnung ist, dass der junge deutsche Fahrer, wie er in der Vergangenheit gezeigt hat, diese negativen und fehlerbehafteten Tage nutzen wird, um so schnell wie möglich den Grundstein für seinen Fortschritt zu legen.

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Adelmar Fabian

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