„Deutschland hat Moskau die Möglichkeit gegeben, seine Grenzen zu verschieben.“ Verstörende Worte von einem Experten

DR. Rafała Brzeski, Journalistin, Geheimdienst- und Terrorismusexpertin, schätzt, dass Deutschland mit dem Bau der Nord-Stream-Gaspipeline Russland in die Lage versetzt, eine imperiale Politik zu machen.



Angela Merkel und Wladimir Putin


© PAP/EPA / ALEXEY NIKOLSKY / SPUTNIK POOL
Angela Merkel und Wladimir Putin

Dr. Brzeski bewertete in der Sendung Polskie Radio 24, dass das von Deutschland vorangetriebene Nord Stream-Projekt eine Eskalation der Spannungen in Mittel- und Osteuropa verursacht.

– Deutschland hat mit dem Start von Nord Stream 1 den Weg für die Annexion eines Teils der Ukraine durch Timur geebnet. Durch die Gründung von Nord Stream 2 hätten sie wiederum die Front für den Krieg zwischen dem Osten und dem Rest Mittel- und Osteuropas geöffnet, sagte er.

Experten zufolge sieht die Zukunft der Ukraine und Weißrusslands düster aus.

– Mit der Öffnung von NS2 hat Deutschland dem Osten, insbesondere Moskau, die Möglichkeit gegeben, Grenzen zu verschieben und zu ändern. Höchstwahrscheinlich werden wir uns mit der Besetzung der gesamten Ukraine und vielleicht mit dem Abschluss der Annexion von Weißrussland befassen, betonte er in einem Interview mit Antoni Trzmiel.

Merkels Politik

Dr. Brzeski weist darauf hin, dass die imperiale Politik Russlands das Ergebnis des Handelns der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel ist.

– Putin würde es nicht wagen, ohne Merkels Unterstützung oder zumindest ohne die deutschen Spinnweben, die ganz Westeuropa verhedderten, nach Osten zu ziehen – er würde es nicht wagen, noch mehr ukrainisches und tatsächlich belarussisches Land zu annektieren – sagte er und fügte hinzu : „Wir können nicht nur über den Krieg des Ostens reden. Im Moment haben wir Krieg auf beiden Seiten, und vielleicht ist er deshalb so heftig.“

Nordisch 2

Bundesanstalt für Netze Zertifizierung vorübergehend aussetzen für die Gaspipeline Nord Stream 2. Der Grund dafür ist, dass der Betreiber der Gaspipeline die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt.

Die Entscheidung der Agentur bedeutet, dass der Betrieb der umstrittenen Gaspipeline vorerst nicht möglich ist. Laut Gesetz müssen Infrastrukturbetreiber nach deutschem Recht handeln. Inzwischen ist die Nord Stream 2 AG in der Schweiz registriert.

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Anke Krämer

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