Deutschland erklärte sich bereit, 56 Kampffahrzeuge in die Ukraine zu schicken. Ursprünglich gehörte es den Streitkräften der DDR

Die Regierung in Berlin hat den Weiterverkauf von 56 Schützenpanzern aus ehemaligen DDR-Beständen in die Ukraine genehmigt.

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Dabei handelt es sich um ein Kampffahrzeug vom Typ PbV-501, das das tschechische Unternehmen ausliefern will – das teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag (01.04.2022) mit. Deutsch. Infanterie-Kampffahrzeuge, ausgerüstet mit Kanonen und Maschinengewehren, gehörten zur Standardbewaffnung der Länder des Warschauer Pakts. Sie gehörten zunächst zur Nationalen Volksarmee – den Streitkräften der Deutschen Demokratischen Republik.

Die Zeitung „Welt am Sonntag“, die als erste die Genehmigungen bekannt gab, listete etwa 58 Autos auf, laut einem Ministeriumssprecher sollen es 56 sein.

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Die Reparatur dauert einige Wochen

Der Schützenpanzer ging nach der Wiedervereinigung Deutschlands in den Besitz der Bundeswehr über und wurde der Zeitung zufolge Ende der 1990er Jahre zunächst an die schwedische Armee übergeben. Die schwedische Armee verkaufte es dann an ein tschechisches Unternehmen, das nun versucht, es an die ukrainische Armee zu verkaufen. Hierfür ist jedoch eine Genehmigung aus Deutschland erforderlich.

Laut Welt am Sonntag konnte die Lieferung nicht sofort erfolgen, da das Fahrzeug zunächst repariert werden musste, was mehrere Wochen dauern würde.

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Merkels Regierung lehnte den Antrag ab

Die Tageszeitung erinnerte daran, dass die vorherige Bundesregierung 2019 die Möglichkeit des Verkaufs von Schützenpanzern abgelehnt habe. Eine tschechische Firma schlug ihm damals vor. Die Regierung von Angela Merkel hat beschlossen, keine Waffen an die Ukraine zu liefern, um den Dialog mit Russland nicht zu gefährden.

Zwar lehnte auch die Regierung von Bundeskanzler Olaf Scholz vor Russlands Einmarsch in die Ukraine Waffenlieferungen an Kiew ab und berief sich dabei auf den Grundsatz, keine tödlichen Waffen in Krisengebiete zu schicken. Nach dem Beginn der russischen Offensive Ende Februar entschied er sich jedoch anders.

Seitdem haben die ukrainischen Streitkräfte unter anderem erhalten.in. 1.000 Panzerabwehrkanonen und 500 „Stinger“-Boden-Luft-Raketen aus dem Bestand der Bundeswehr. Auch die Lieferung von 2.700 Strela-Panzerabwehrraketen aus ehemaligen DDR-Beständen wurde genehmigt.

Die ukrainische Regierung hat jedoch wiederholt ihre Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht, dass Berlin auf die jüngsten Anfragen nach Waffenlieferungen nicht reagiert hat. Laut dem ukrainischen Botschafter in Berlin, Andrei Melnyk, handelt es sich um ein Waffensystem, das die deutsche Rüstungsindustrie sofort liefern kann. (AFP, DPA/Haus)

Artikel stammt von der Website Deutsche Welle

Eckehard Beitel

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