Deutsche Botschaft dementiert Gerüchte über angebliche Feindseligkeiten gegen Marokko

Die Ablehnung der deutschen Botschaft in Rabat erfolgte einen Tag nach der Bildung der neuen deutschen Regierung. Diese Aufbruchstimmung in der europäischen Machtpolitik gegenüber dem Königreich nach dem Abgang von Angela Merkel reichte nicht aus, um das Blatt umzudrehen.

„Wir wollen keine neue Türkei im westlichen Mittelmeer.“ Dieses Zitat unter anderem aus einem Bericht des BND, der kürzlich von einer marokkanischen Nachrichtenseite vorgelegt wurde, veranlasste die deutsche Botschaft in Rabat zu einer Reaktion. In einer am Dienstag, 7. Dezember 2021, auf seiner Facebook-Seite veröffentlichten Medienmitteilung dementiert der diplomatische Vertreter, dass der der Schweizer Forscherin Isabelle Werenfels zugeschriebene Bericht im Auftrag des Bundesnachrichtendienstes (BND) erstellt wurde.

„In den letzten Tagen wurden wie in der Vergangenheit auf unterschiedlichen Wegen Falschinformationen über die marokkanisch-deutschen Beziehungen veröffentlicht. Anlass war diesmal eine angebliche Nachrichtenmeldung zum Geheimdienstbericht der Schweizer Forscherin Isabelle Werenfels. Frau Werenfels hat absolut nichts mit den Bundesnachrichtendiensten zu tun, sie ist eine ausgewiesene Spezialistin für Maghreb-Angelegenheiten und arbeitet dort in der Unabhängigen Forschungsstelle für Wissenschaft und Politik“, erklärte die Botschaft.

Wirtschaftskraft
Der diplomatische Vertreter betonte, dass es aus Sicht der Bundesregierung im Interesse beider Länder sei, zu den traditionell verlängerten guten diplomatischen Beziehungen zurückzukehren. „Deutschland ist bereit für eine zukunftsweisende Partnerschaft auf Augenhöhe, und die Bundesregierung begrüßt eindeutig die Normalisierung der Beziehungen zwischen Marokko und Israel“, betonte er wie in Treu und Glauben.

Die Botschaftsdetails wurden einen Tag nach der Bekanntgabe der Zusammensetzung der neuen deutschen Regierung unter dem Vorsitz des Sozialisten Olaf Scholz bekannt gegeben. Dies deutet auf eine Aufbruchstimmung in der Politik der führenden europäischen Wirtschaftsmacht nach dem Abgang von Bundeskanzlerin Angela Merkel hin. Dies reichte jedoch nicht aus, um die Sturheit Deutschlands aufzudecken, die die territoriale Integrität des Königreichs untergraben wollte.

Am 6. Mai 2021 berief Marokko seinen Botschafter in Berlin, Zohour Alaoui, wegen Deutschlands „negativer Position“ in der Sahara-Frage, seines ersten nationalen Ziels, aber auch wegen Berlins Entscheidung, „Rabat vom Regionaltreffen in Libyen auszuschließen“ ab. . Verlust von Kontakten und Verbindungen zur Deutschen Botschaft in Rabat.

Bei einem Treffen mit Abgeordneten beider Kammern des Parlaments am 9. November 2021 sagte Außenminister Nasser Bourita, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf „Klarheit und Gegenseitigkeit“ basieren sollten und dass Deutschland mehr Anstrengungen unternehmen sollte, um diese Beziehungen wieder aufzubauen.


Adelmar Fabian

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