Der mährische Nanosatellit wird in die Umlaufbahn fliegen. Raketenstart wetterbedingt ungewiss

Allerdings gab SpaceX am Donnerstag bekannt, dass man erwäge, den geplanten Start der Rakete vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida, insbesondere wegen des sogenannten Protonensturms zu verschieben.

Am Freitag besteht nur eine 30-prozentige Chance auf günstige klimatische Bedingungen für den Start der Triebwerke, sodass die Gefahr besteht, dass es beispielsweise am Sonntag irgendwann losgeht.

Allerdings plant SpaceX derzeit noch einen Start. Dies umso mehr, als die Wahrscheinlichkeit für günstiges Startwetter laut Musks Unternehmen inzwischen auf 60 Prozent gestiegen ist.

Überprüfung der Technologie im Weltraum

Dieses 10 x 10 x 10 Zentimeter große Gerät verfügt über eine Technologie, die im Erfolgsfall in Zukunft den klassischen Satelliten-Power-Akku ersetzen oder ergänzen könnte.

„Wir haben mit TAPI zusammengearbeitet, um einen Drucksensor für Luft- und Raumfahrtanwendungen zu entwickeln, daher war klar, dass wir ihn unter realen Weltraumbedingungen testen wollten. Die Arbeit an BDSAT begann 2019, aber wir arbeiten seit vielen Jahren eng mit Brünner Technologie zusammen“, erklärt Projektleiter Tomáš Valer von BD Sensors, das auf die Forschung und Entwicklung von Manometern spezialisiert ist.

„Die Messfunktion selbst, ihre Tauglichkeit und Eignung für den Einsatz in Satelliten unter Weltraumbedingungen werden verifiziert“, ergänzte Marek Imčák, Direktor der BD Sensor Outer Space Division.

Ein Forscherteam von BD Sensors war an der Produktion des ersten mährischen BDSAT-Satelliten beteiligt.

Foto: Drahoslav Ramík, BD Sensors

Drucksensoren sind jedoch nicht die einzige Technologie, die von Nanosatelliten oder CubeSats im Weltraum getestet wird.

„Der zweite Teil des Technologieexperiments besteht darin, den Einsatz von Superkondensatoren als innovative Lösung zur Speicherung von Strom in Satelliten zu verifizieren. In Zukunft können Superkondensatorbänke herkömmliche Batteriestromsysteme ersetzen. Während der Satellit umkreist, ist er teilweise der Sonne zugewandt während des Fluges und wird über Sonnenkollektoren aufgeladen. Bei Flügen im Schatten wird Energie aus dieser Quelle verbraucht“, erklärt Radimír Vrba, Direktor des CEITEC BUT Science Center, das an dem Projekt beteiligt war.

Der Bau des BDSAT-Nanosatelliten erfolgte anstelle des BD-Sensors. „Spacemanic trug dann zum Gesamtdesign des Nanosatelliten bei: von der Lieferung des Bordcomputers über die Hauptstromversorgung bis zur Kommunikationsantenne. Das endgültige Einsetzen in die Satellitenstartsektion geschah dank Kollegen von Exolaunch in Deutschland“, fügt hinzu Martin imoník, technischer Direktor des tschechischen Unternehmens mit Sitz in Buchlovice in der Region Uherské Hradiště.

Die Nanosatelliten haben Abmessungen von 10 x 10 x 10 cm.

Foto: BD Sensor

Satellit soll von Brünn aus betrieben werden

Die Erdstation, die das Signal des Satelliten empfängt und fernsteuert, befindet sich im Experimental Satellite Laboratory des Department of Radio Electronics, Faculty of Electrical and Communication Engineering, BUT.

Die Erdstation, die Signale von den Satelliten empfangen und fernsteuern wird, befindet sich im Labor der Fakultät für Elektrotechnik und Nachrichtentechnik, BUT.

Foto: Jan Prokopius, VUT

„Wir haben derzeit zwei weitere Satelliten im Weltraum. Diese werden innerhalb einer halben Stunde nach dem Start Nanosatelliten im Orbit sein, aber es kann mehrere Stunden dauern, bis sie mit der Übertragung von Signalen beginnen und Verbindungen zu ihnen hergestellt werden können. Es wird noch einige Wochen dauern überprüfen, ob alle Systeme gut funktionieren und Daten übertragen“, sagte Miroslav Kasal, Spezialist für Funkkommunikation.

Der Start des Moravia-Satelliten ist Teil der Transporter-4-Mission, die darauf abzielt, eine Reihe kleiner Satelliten für Kunden aus aller Welt in den Orbit zu bringen. Die Mission ist Teil des Small Satellite Rideshare (SSR)-Programms, das SpaceX im August 2019 angekündigt hat. Die Falcon-9-Rakete wird insgesamt vierzig CubeSats ins All befördern.

Die Falcon 9-Rakete, die von Elon Musk von SpaceX entworfen wurde, wird BDSAT in die Umlaufbahn bringen.

Foto: Archiv BD Sensors, SpaceX

BDSAT-Satelliten müssen mindestens zwei Jahre in Betrieb sein.

Foto aus der Satellitenproduktion bei der Firma Buchlovice

Foto: Drahoslav Ramík, BD Sensors

Rafael Frei

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