Der deutsche Star sieht sich mit Gerichtsverfahren konfrontiert, weil er das Heilige Kind während der Olympischen Spiele angeblich gefoltert hat

Eine Woche nach dem Drama der Modernen Fünfkampfshow bei den Olympischen Spielen in Tokio hat der Deutsche Tierschutzbund Klage gegen Rennfahrerin Annika Schleu und Nationaltrainer Kim Raisner eingereicht. Nach Angaben der Gewerkschaft haben die Frauen in einem Wettbewerb Tierquälerei begangen.

Beim Goldrennen zieht Schleu die Lotterie für ein Reitpferd namens Saint Boy, das sich gegen ihn auflehnt und sich weigert zu springen.

Der Rennfahrer weint und versucht die Pferde mit Hilfe von Peitschen und Sporen zum Gehorsam zu bringen. Der Trainer forderte ihn auf, das Pferd zu schlagen, und er tat es auf dem Rücken.

„Natürlich stehen Sportlerinnen, die olympische Goldmedaillen gewonnen haben, in solchen Zeiten extremen Druck. Aber das ist nicht die leiseste Entschuldigung für Tierquälerei“, sagte Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

„Im menschlichen Showsport sind Tiere nirgendwo zu finden. Unsere Ankündigung dient auch dazu, dieses Problem grundsätzlich zu lösen“, fügte er hinzu.

Die Union of Modern Pentathlon World (UIPM) hat Trainer Raisner nach dem Vorfall, der in den sozialen Medien viral wurde, von den Olympischen Spielen ausgeschlossen.

Beide Frauen bestritten, das Pferd zu hart behandelt zu haben. „Aber ich hätte etwas ruhiger und weiser reagieren können“, räumte Schleu aus der Distanz ein und belegte in Tokio schließlich den 31. Platz.

Die UIPM teilte am Donnerstag mit, dass sie mit der Arbeit an Maßnahmen zur Verbesserung der Pferdebedingungen und der Reitersicherheit begonnen habe. Der Vertreter wird die Angelegenheit auch mit Kollegen der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) diskutieren.

Annika Schleus Kampf mit einem Pferd bei den Olympischen Spielen in Tokio:

Adelmar Fabian

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