Der Billionaire Passer, der in Deutschland mit 417 km/h unterwegs war, vermied den Test wegen Geschwindigkeitsüberschreitung

Der tschechische Geschäftsmann Radim Passer wird im vergangenen Jahr nicht wegen zu schnellen Fahrens auf deutschen Autobahnen angeklagt. Das habe die Staatsanwaltschaft Naumburg entschieden, schrieb die dpa. Der Passer testete seinen neuen Bugatti auf der Autobahn A2 zwischen Berlin und Hannover und erreichte eine Geschwindigkeit von 417 Stundenkilometern. Der Mann, der laut dem Magazin Forbes zu den vierzig reichsten Tschechen gehört, hat seine Reisen gefilmt und veröffentlicht.

Radim Passer fährt 417 km/h | Videos: Youtube.com

Die Staatsanwaltschaft Naumburg überprüfte die Entscheidung der Staatsanwaltschaft aus Stendal, die Ende April beschlossen hatte, keine Anklage gegen Passer zu erheben. Auch im Nachhinein argumentierten die Staatsanwälte, dass der tschechische Geschäftsmann keine Straftat begangen habe. Aber sie beschrieben sein Verhalten als „sehr rücksichtslos und selbstmörderisch“.

Passanten fahren in Abschnitten, in denen es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, und auf deutschen Autobahnen gibt es keine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung. Die Behörden vermuten jedoch, dass Passer an illegalen Rennen teilgenommen haben könnte, die mit einer Geldstrafe oder bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet werden können.

Das Verbot gilt auch in Fällen, in denen der Fahrer „selbst Rennen fährt“. Passer, der sagt, Sicherheit sei seine Priorität beim Fahren, wurde auch kritisiert, weil er seine Hände vom Lenkrad genommen hatte. Aber auch das ist laut Staatsanwaltschaft kein Verbrechen.

Teile der deutschen Öffentlichkeit, Juristen und Gesetzgeber halten es aufgrund des gefährlichen Verhaltens von Autofahrern für angebracht, generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf deutschen Autobahnen einzuführen.

Untersuchungen zeigen, dass auf unbegrenzten Straßen eine viel höhere Anzahl schwerer Unfälle passiert. Einige schlagen ein Limit von 130 Stundenkilometern vor. Zur Verkehrssicherheit kommt neuerdings ein weiteres Argument für diese Maßnahme hinzu, nämlich die Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen.

Video: Es war ein großes Wagnis, kommentiert Tomáš Enge die Reise von Radim Passer

Auf Rennstrecken fliege ich gerne mit Höchstgeschwindigkeit, aber nicht im normalen Straßenverkehr, um jemanden zu verletzen, sagt Rennfahrer Tomáš Enge. | Video: Daniela Písařovicová

Astor Kraus

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