Das Schloss Hrubá Skála ist Miteigentümer eines Russen mit möglichen Verbindungen zu den Oligarchen – T24 – Tschechisches Fernsehen

Die Burg Hrubá Skála wurde im 14. Jahrhundert von der Familie Wallenstein erbaut. Vor November 1989 diente es als Gewerkschaftswohnheim, jetzt ein Hotel. Im Jahr 2011 kaufte das Unternehmen es für etwa siebzig Millionen Kronen. Es gehört den Geschäftsleuten Tengiz Charebava aus Russland und Marik Ugrekelidze aus Georgien. Die Transaktion wird vom Financial Analytical Office geprüft. Er weigerte sich jedoch, die Ergebnisse aufgrund der gesetzlichen Geheimhaltung nach dem tschechischen Sanktionsgesetz offenzulegen.

Laut dem Tschechischen Fernsehen ist der Miteigentümer von Charebava der Geschäftspartner des russischen Milliardärs Mikhail Shelkov, des ehemaligen Leiters der Investitionsabteilung des staatlichen Rüstungskonzerns Rostec, der fast alle Waffen und militärische Ausrüstung an die russische Armee liefert. in Unternehmen, die Industriechemikalien herstellen.

elkov ist auch Miteigentümer von VSMPO-AVISMA, das Titan an die Luft- und Raumfahrtindustrie liefert. Zu den Kunden zählen beispielsweise Boeing, Airbus, Rolls-Royce und Embraer. Wegen der Abhängigkeit des Westens von Titanlieferungen wurden bisher keine Sanktionen gegen das Unternehmen verhängt.

An der Spitze des Unternehmens steht Sergej Tschemesow, Putins Freund auf allen Sanktionslisten. Er ist ein ehemaliger KGB-Agent und hochrangiger General. Er war in den 1980er Jahren mit Putin in der DDR stationiert, wo sie sich auch anfreundeten. Durchgesickerte Dokumente von Pandora Papers zeigen, dass Emezov und seine Familie riesige Vermögen hinter Offshore-Unternehmen verbergen.

Charebava tritt auch in Offshore-Unternehmen auf. Neben dem Schloss Hrubá Skála hat er eine Karlsbader Prestige-Wohnung in der Kolonnade in Karlovy Vary und eine Wohnung in einem Herrenhaus in der Maiselova-Straße gegenüber der Altneu-Synagoge in Josefov.

Weder Charebava noch Shelkov stehen auf der Sanktionsliste, Shelkov steht nur auf der Ukraine-Liste.

Herkunft des Geldes

Die Firma, der das Schloss gehört, weigert sich, T zu sagen, woher das Geld stammt. Ein Jahr vor dem Kauf war es ein Buchverlust. Die FAU äußert sich aus Gründen der Vertraulichkeit nicht zu diesem Thema. Nach Angaben von T wird das Unternehmen derzeit erneut überprüft.

Im Rahmen der antirussischen Sanktionen hat die Behörde bisher nur das Hotel Westend in Mariánské Lázně gesperrt. Um die Sanktionen zu beschleunigen, erwägen die Tschechen eine Analogie zum sogenannten Magnitsky-Gesetz. „Dadurch ist es möglich, Sanktionen aufzulisten, sei es von juristischen oder natürlichen Personen, die beispielsweise Menschenrechtsverletzungen begehen oder demokratische Prinzipien mit Füßen treten“, erklärt Veronika Víchová, Analystin bei der European Values ​​Association.

In der Vergangenheit wurden diese Gesetze beispielsweise von den Vereinigten Staaten, Großbritannien oder den baltischen Ländern genehmigt. Russland spricht von einer direkten Einmischung in seine Angelegenheiten.

Reinhilde Otto

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