Aufgrund der Energiepreise haben viele deutsche Unternehmen ihre Produktion bereits eingeschränkt

Laut der Umfrage waren 16 Prozent der Befragten deutscher Unternehmen gezwungen, die Produktion einzuschränken oder einige Geschäftsaktivitäten einzustellen. Gleichzeitig gehen die meisten Exporte aus Tschechien nach Deutschland.

„Das ist eine erschreckende Zahl“, sagte DIHK-Präsident Peter Adrian zu den Umfrageergebnissen. „Sie zeigen die Belastung durch dauerhaft hohe Energiepreise“, sagte er. Deutschland kämpft wie andere europäische Länder mit steigenden Energiepreisen infolge russischer Truppenangriffe in der Ukraine und sieht sich in den Wintermonaten mit Gasengpässen konfrontiert.

Die Bundesregierung hat im vergangenen Monat wegen Problemen mit Gaslieferungen aus Russland den Alarmzustand ausgerufen, die zweite von drei Warnstufen in ihren Krisenplänen für die Gasversorgung. Letzte Woche schlug die Europäische Kommission (EC) vor, dass die Mitgliedstaaten der Europäischen Union den Gasverbrauch in der kommenden Heizperiode aufgrund der geschätzten Verknappung der russischen Gasversorgung um 15 Prozent reduzieren sollten.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in der vergangenen Woche die Aussichten für die deutsche Wirtschaft für dieses und nächstes Jahr verschlechtert. Sie erwartet nun, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 1,2 Prozent steigen wird, verglichen mit einem Anstieg von 2 Prozent in der Mai-Prognose. Im vergangenen Jahr wuchs die Wirtschaft laut dem Fonds um 2,9 Prozent.

„Der Krieg in der Ukraine hat neue Hindernisse (für das Wirtschaftswachstum) geschaffen, darunter Beschränkungen der Gaslieferungen aus Russland, höhere Energiepreise, Knappheit bei wichtigen Zwischenprodukten, schwächere Auslandsnachfrage und -vertrauen sowie angespanntere finanzielle Bedingungen“, sagte der Fonds. „Die größte Bedrohung ist die dauerhafte Einstellung der verbleibenden russischen Gasexporte nach Europa, was zu einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit und einem Anstieg der Inflation in Deutschland führen könnte“, fügte er hinzu.

Für das kommende Jahr rechnet der Währungsfonds nun mit einer Verlangsamung des deutschen Wirtschaftswachstums auf 0,8 Prozent. Im Mai sagte er voraus, dass das Tempo des Wirtschaftswachstums im nächsten Jahr leicht über zwei Prozent liegen werde. Deutschland ist die größte Volkswirtschaft in Europa und der größte Handelspartner der Tschechischen Republik.

Reinhilde Otto

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