Achten Sie auf die Deutschen. Sie verstärkten die Verteidigung, fanden den unerwarteten Schützen und hoben die Köpfe

Insgesamt wartete Deutschland bei der WM 2018 bereits in drei Spielen in Folge auf den Sieg bei der WM, aber wenn wir die Stimmung nach dem Gruppenausscheiden bei der WM in Russland mit der Enttäuschung nach der Niederlage vergleichen Katar gegen Japan 1:2 und die aktuelle Situation nach dem 1:1 Unentschieden gegen Spanien, ist es etwas übertrieben zu sagen, dass Deutschland im Gegensatz zu früher von Optimismus erfüllt ist.

„Das ist eine ganz andere Mannschaft als vorher“, so das Magazin Kicker. „Trainer Hansi Flick hat die elf Spieler sehr gut angepasst und den Joker verändert. Diese Idee eröffnet Perspektiven“, sagte Chefreporter Karlheinz Wild.

„Ich bin stolz auf meine Spieler“, sagte Hans-Dieter Flick, Spitzname Hansi. Ein Mann, der in den 1980er-Jahren als Spieler mit den Bayern drei Titel gewann, aber selbst nie zum Superstar wurde. Er selbst hat zum Beispiel nie für die Nationalmannschaft gespielt.

Das heißt aber nicht, dass er nicht alles von A bis Z über ihn weiß. Von 2006 bis 2014 war er der rechte Assistent von Joachim Löw, der Hauptarchitekt seiner Erfolge in den letzten Epochen, insbesondere der Weltmeisterschaft. Titel in Brasilien im Jahr 2014.

Flick etablierte sich von einer Assistenzposition aus als überaus erfolgreicher Cheftrainer beim FC Bayern München. Und irgendwie übernimmt er 2021 natürlich die Leitung der Nationalmannschaft.

Löw steht nach dem Gruppenausscheiden bei der WM 2018 noch unter Vertrag, Flick steht bereits nach der Achtelfinal-Niederlage gegen England bei der letzten EM unter Vertrag.

Die Deutschen wollen immer das Maximum. Und die Bilanz der letzten Jahre blieb hinter den Erwartungen zurück. „Wir hatten schlechte Jahre. Man hätte es auch anders machen können“, sagte Lothar Matthäus, fünfmaliger Teilnehmer der WM-Endrunde, Sieger von 1990 in Italien.

Bei der laufenden WM in Katar war Deutschland von der unterschätzten 1:2-Auftaktniederlage gegen Japan geschockt. Die Deutschen haben kein Problem damit, sich gegenseitig zu kritisieren, daher fallen Flick von allen Seiten harte Worte entgegen.

Die größte Hilfe kam aus Costa Rica

Ehemalige Vertreter, die mit den Medien sprachen, waren sich allgemein einig, dass die defensive Mischung nicht funktionierte, da Niklas Süle auf einer schlecht gewählten Position und den daraus resultierenden Macken den Japanern bei ihren Offensivbemühungen in die Karten spielte.

Andere wiederum warfen Flick vor, einen Bayern-Spieler oder anderen Kämpfer, der an das „Niveau“ der Champions League gewöhnt war, vom Platz genommen und beim Duell mit Japan einen „gewöhnlichen“ Bundesliga-Spieler auf den Platz geschickt zu haben, was sie dachten könnte. das Match nicht mental überwinden.

Vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Spanien haben die Fußballer aus Costa Rica Deutschland am meisten geholfen. Sie schlugen Japan 1:0 und stellten die Situation in der Gruppe so auf, dass sich Flicks Truppe mit dem hypothetisch erwarteten Ergebnis der dritten „Halbzeit“, in der Deutschland Costa Rica und Spanien Japan schlagen würde, auszahlen konnte . das Duell mit Spanien knapp verloren, ohne eine reelle Chance auf den Einzug in die Gruppe zu verpassen.

Und für etwa 20 Minuten schien es am Sonntag, dass Deutschland mit dieser vom Himmel gefallenen Option zufrieden sein sollte. Das, als sie von der 62. bis zur 83. Minute gegen Spanien 0:1 verloren.

Im Vergleich zum Hinspiel änderten die Deutschen vor allem in der bemängelten Abwehrphase die Formation, obwohl sich Flick nicht auf ein System mit drei Stoppern einschmeicheln ließ. Die Abwehr wurde diesmal von rechts von Kehrer-Süle-Rüdiger-Raum aufgebaut, vor ihm arbeiteten Kimmich und Goretzka.

In Kombinationen waren die Spanier erwartungsgemäß besser, das Passverhältnis in der ersten Halbzeit lag bei 360:174, der Ballbesitzanteil lag dann bei 68:32, hier natürlich in Prozent.

Hinsichtlich der Torgefahr waren sich die beiden Mannschaften jedoch ziemlich ausgeglichen. Einerseits setzte Torhüter Neuer einen gefährlichen Schuss über die Latte ab, andererseits wurde Rüdigers Treffer nach einer Standardsituation wegen eines ganz knappen Abseits aberkannt.

Schließlich ist der talentierteste Spieler im deutschen Team der junge Jamal Musiala. „Ich bin ein großer Fan von Musiala. Er kann der zukünftige Messi sein. Er hat uns seine Liebe zum Fußball durch das gezeigt, was er tut, wenn er auf den Platz kommt“, kommentierte Lothar Matthäus die Taten des Youngsters.

Aber die prägenden Momente brachte eine charakteristische „Neuner“ auf den Platz, also ein klassischer Mittelstürmer, der aus der Startelf ausschied und nur während der Spiele das Feld betrat.

Voll? Wer ist das?

Álvaro Morata eröffnete das Tor auf spanischer Seite sehr elegant und routiniert, Niclas Füllkrug antwortete für Deutschland, was bei vielen Fans im TV die Frage aufwarf: Wer ist das?

Also wissen Sie, dass er ein Mann ist, der im Februar dreißig wird und 190 Zentimeter ohne ein einziges Stück misst. In seiner Karriere spielte er auch in Fürth, Nürnberg und Hannover. Aber seine fußballerische Heimat, wo er für den Beruf erzogen wurde, ist Werder Bremen.

In der laufenden Bundesliga-Saison hat er eine Bilanz von 14 Spielen, zehn Toren und zwei Assists. Die Teamkollegen von Torhüter Jiří Pavlenka sind daher in Topform. Und deshalb nahm ihn Trainer Flick zur Überraschung vieler mit ins Flugzeug nach Katar.

Füllkrug gab sein Nationalmannschafts-Debüt im Vorfeld des Oman, als er das einzige Tor des Spiels erzielte. Noch wichtiger ist, dass er am Sonntag gegen Spanien getroffen hat. Die Deutschen wollten glauben, in ihm gerade den Nachfolger von Völler, Klinsmann oder Klose gefunden zu haben. Einen Shooter braucht man immer.

Vor allem, wenn es im nächsten Spiel wirklich gegen Costa Rica gehen muss.

Astor Kraus

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