6.000 deutsche Windräder von russischem Cyberangriff getroffen

Langstreckenmanöver sind bei Windgeschwindigkeiten von über 80 km/h unerlässlich. Christian Schwier – stock.adobe.com

Technisch arbeitet die Anlage im Automatikmodus, eine Fernsteuerung ist aber nicht mehr möglich.

Die Verbindung zwischen dem amerikanischen Satellitennetz, deutschen Windrädern und dem Krieg in der Ukraine mag seltsam erscheinen. Und wieder. 24. Februar, eine Stunde nach der Rede von Wladimir Putin, in der er den Angriff ankündigte
In der Ukraine erlebte das amerikanische KA-SAT-Satellitennetz einen massiven Stromausfall.

Berichten zufolge wurde der Angriff von Russland aus durchgeführt, wodurch das terrestrische Modem deaktiviert wurde, das die Verbindung zwischen dem Benutzer und dem Satelliten herstellt. Hunderttausende ukrainische Kunden haben das Internet verloren. In Frankreich sind etwa zehntausend Internet-Abonnenten über Nordnet – die auf dasselbe Satellitennetz angewiesen sind – betroffen. (unsere Ausgabe 1äh ausrichten). In Deutschland sind die Hauptopfer … Windkraftanlagen.

Etwa 6.000 dieser Installationen reagieren nicht mehr auf die Fernsteuerung. Technisch arbeiten sie im Automatikmodus, eine Fernsteuerung ist aber nicht mehr möglich. Dieses Manöver ist jedoch besonders wichtig bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 80 km/h. Die Situation ist umso katastrophaler, als es den eingesetzten Experten nach knapp einer Woche nicht gelungen ist, das betroffene Modem aus der Ferne neu zu starten. Die einzige Lösung ist, es zu ersetzen. Vor allem wegen der Halbleiterknappheit fehlt es jedoch an Lagerbeständen. Die Federation for the Sustainable Environment übermittelte den Vorfall und äußerte sich besorgt über die Anfälligkeit von Windparks für Computerangriffe, auch in unserer Region.

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Rafael Frei

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