Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat ihr zweites Spiel bei der WM in Katar bestritten, doch diesmal haben die Spieler keinen Protest gegen die FIFA erhoben. Vor dem ersten Spiel posierten Fußballer für Mannschaftsfotos und bedeckten demonstrativ den Mund als Reaktion auf die Geste der FIFA, die Regenbogen-Kapitänsbinde zu tragen, eine Kampagne zur Unterstützung sexueller Minderheiten. Der Weltverband verbot das Band unter Androhung einer Kartenstrafe.
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Deutsche Spieler wiederholen die Geste der Mundbedeckung nicht | Foto: John Sibley | Quelle: Reuters
Deutschlands Kapitän Manuel Neuer wird trotz einer drohenden Gelben Karte mit der Regenbogen-Armbinde von One Love in das Auftaktspiel gegen Japan gehen. Deutschland wich schließlich von der Idee zurück, weil befürchtet wurde, dass die FIFA andere sportliche Sanktionen wie Punktabzüge anwenden könnte.
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„Einige Spieler waren sehr enttäuscht, weil wir es als Team geplant haben. Als uns verboten wurde, Klebeband zu verwenden, waren einige enttäuscht und frustriert, also wollten wir es ausdrücken. Wir haben es mit dem Team besprochen und beschlossen, diesen Schritt zu tun. Wann du machst etwas, du machst es als Team, sagt er jetzt Mittelspieler Ilkay Gündogan.
Die Rede ist von der Geste des geschlossenen Mundes, mit der die Deutschen ausdrücken wollten, dass sie zum Schweigen gebracht wurden. Dies beschrieb der örtliche Fußballverband in seiner Stellungnahme.
„Mit unserer Kapitänsbinde wollen wir ein Zeichen setzen für die Werte, die wir in der Nationalmannschaft leben: Vielfalt und gegenseitiger Respekt. Laute Stimme mit anderen Nationen. Dies ist keine politische Botschaft: Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Das versteht sich von selbst. Leider immer noch nicht. Deshalb ist uns diese Botschaft so wichtig. Das Tonband abzulehnen bedeutet, unsere Stimme abzulehnen. Unsere Position bleibt“, sagte ein Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes Soziales Netzwerk.
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Im Spiel gegen Spanien, in dem Deutschland 1:1 unentschieden spielte und seine Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale wahrte, machten die Spieler keine Protestgeste. Laut Gündogan ist es unwahrscheinlich, dass sein Team beim Turnier etwas Ähnliches wiederholt.
„Um ehrlich zu sein, denke ich, dass wir mit der Politik fertig sind. Im Moment geht es nur um Fußball, das ist das Wichtigste. Ich denke, Katar ist sehr stolz darauf, das erste muslimische Land zu sein, das die Weltmeisterschaft ausrichtet. Ich komme aus einer muslimischen Familie und Ich weiß, dass die gesamte muslimische Gemeinschaft stolz ist“, sagte Gündogan.
Aber ganz geschlossen ist das Problem für Deutschland nicht. Laut Webseite Leichtathletik Der Deutsche Fußball-Bund bereitet Unterlagen für das internationale Sportschiedsgericht CAS vor, das prüfen will, ob sich die Androhung einer Sportsanktion durch die FIFA vor Gericht verteidigen lässt.
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