Ulrike Malmendier hat auch bei Schlafmangel einen schnellen Flow. Als er uns per Videokonferenz empfing, war der deutsche Wirtschaftswissenschaftler gerade nach einem Transatlantikflug aus Kalifornien in Deutschland gelandet. Zwölf Flugstunden brauchten mehr als genug Zeit, um diesen 49-jährigen Ökonomen, einen ehemaligen Oxforder und zweifach promovierten (Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler) der renommierten Universitäten Bonn und Harvard, zu ermüden. Nach seiner Tätigkeit in Stanford ist er seit 2006 Professor für Wirtschaftswissenschaften in Berkeley. „Ich könnte in Deutschland als Anwalt Karriere machensagte er mit einem Lächeln. Aber ich bin in die Vereinigten Staaten gegangen und lebe dort. »
Ulrike Malmendier hat sich in letzter Zeit stark in die Wirtschaftsdiskussion jenseits des Rheins eingebracht, wo seine ursprüngliche Energie und Leidenschaft nicht unbemerkt geblieben sind. Seit August ist er Mitglied im deutschen „Rat der Weisen“, dem Rat zur Bewertung der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung. Das aus fünf Experten bestehende Zentrum ist ein unabhängiges, angesehenes, aber etwas veraltetes Gremium, dessen Hauptaufgabe darin besteht, sich einmal im Jahr zu treffen, um einen umfangreichen Bericht über den Zustand der Wirtschaft des Landes zu erstellen und ihn dann in Ruhe zu diskutieren, abseits der Tagespolitik. auch wenn es an die Kanzlerin weitergegeben wird.
Als Absolventin der Universitäten Oxford, Bonn, Harvard und Stanford lehrt Ulrike Malmendier in Berkeley
Aber diese Ausgabe 2022 des Berichts, die am 9. November veröffentlicht wurde, erhielt ein außerordentliches Medienecho. Der Vorstand löst sich von seiner traditionellen ideologischen Ausrichtung und empfiehlt eine Aufwertung „in der Zwischenzeit“ die Steuer des reichsten Mannes, die liberale Kreise verärgerte. Und was am wichtigsten ist: Entgegen einiger besorgniserregender Prognosen hat sie keine massive Deindustrialisierung über den Rhein erwartet. „Weise“ Leute schreiben, dass die Wirtschaft in diesem Winter in eine Rezession gehen wird „Lampe“ im jahr 2024 (0,2 %), obwohl Vorbereitung a „neue realität“. Mehrere Indikatoren bestätigen diese Analyse: Deutschland verzeichnete im dritten Quartal ein leichtes Wachstum (0,4 %), was die Angst vor einer tiefen Rezession milderte. Die Inflation sei auf 10 % zurückgegangen, teilte das Statistikamt am 29. November mit, und sogar der Ifo-Chefmoralindex begann im November wieder zu steigen.
Beziehung seit zwei Jahren
Ulrike Malmendier hat sich offenbar sehr amüsiert über die Aufregung, die die Meldung über den Rhein entfachte. Es ist definitiv nicht umsonst da. Zwei Jahre lang auf höchster Staatsebene an Deutschland herangetreten, um Deutschland den Vorteil seines Fachwissens zu verschaffen, stimmte der Wirtschaftswissenschaftler erst zu, sich mit den „Weisen“ zusammenzuschließen, nachdem Versprechungen eingeholt worden waren, dass der Rat aus seiner Trägheit herauskommen würde, um näher zu kommen nach dem Modell des Council of Economic Advisers (CEA) in den Vereinigten Staaten.
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