Mehr als tausend Migranten kamen am letzten Tag auf dem Seeweg in Italien an

Erneuern: 24.07.2022 13:59
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Rom – Mehr als tausend Migranten kamen am letzten Tag über das Mittelmeer an der italienischen Küste an. Das berichtete heute die Nachrichtenagentur AFP. Beispielsweise unterstützte die Küstenwache ein Fischereifahrzeug in Kalabrien mit mehr als 600 Flüchtlingen; Fünf Leichen wurden an Bord gefunden, berichtete ANSA.

Das Fischerboot stieß beim Segeln in einer Entfernung von etwa 200 Kilometern vor der italienischen Küste auf Probleme. 674 Menschen wurden gerettet, einige von ihnen befanden sich zum Zeitpunkt des Einsatzes bereits im Wasser. Neben Schiffen der Küstenwache helfen auch norwegische Marine- und Handelsschiffe, sagte ANSA. Die Migranten wurden in die Häfen von Kalabrien und Sizilien gebracht.

Die Ocean Vikings der französischen NGO SOS Méditerranée haben heute 87 Passagiere aus einem überfüllten Schlauchboot vor der Küste Libyens gerettet. Unter ihnen waren 57 unbegleitete Minderjährige, keiner trug Schwimmwesten, er erklärte Organisation auf Twitter.

15 Boote mit 522 Migranten seien heute auf der Insel Lampedusa angekommen, teilte die ANSA mit. Die Schiffe, die Libyen und Tunesien verließen, hatten Flüchtlinge aus Afghanistan, Pakistan, dem Sudan, Äthiopien und Somalia an Bord. Am Vortag kamen 350 Menschen auf Lampedusa an. Auf der Insel gibt es ein Aufnahmezentrum für Migranten mit einer Kapazität von 300 Personen, aber jetzt gibt es 1.200 neu angekommene Migranten auf der Insel.

Hunderte weitere Migranten dürften in den kommenden Tagen in Italien landen – zum Beispiel das Schiff Sea-Watch 3 der aktuellen deutschen Hilfsorganisation bringen 444 Migranten und warten auf die Erlaubnis, an bestimmten Häfen anzudocken.

Mehr als 34.000 Migranten kamen in diesem Jahr über das Mittelmeer nach Italien, verglichen mit etwa 25.500 im gleichen Zeitraum des Vorjahres, berichtete das italienische Innenministerium in seinen Statistiken.

Italienische Migration

Reinhilde Otto

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