Lambrecht: Deutschland muss in militärischen Angelegenheiten die Führung übernehmen

Deutschland will wieder eine Militärmacht sein. Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht hat es heute unverblümt gesagt. „Deutschlands Größe, seine geografische Lage, seine wirtschaftliche Stärke – kurz seine Stärke – machen uns zu einer Großmacht, ob wir wollen oder nicht. Auch aus militärischer Sicht“, sagte er in einer Rede vor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik in Berlin und ließ all das beiseite Zweifel die Deutschland von der Nachkriegszeit bis heute zurückgehalten hat.

Abschied von der Vergangenheit

Die Verteidigung Europas wird weiterhin durch gewährleistet vereinigte Staaten von Amerika, „aber diese Verbündeten müssen ihren Fokus jetzt auf die Sicherheit in der Pazifikregion richten.“ Deshalb, betonte die Verteidigungsministerin, müsse Europa und insbesondere Deutschland in militärischen Angelegenheiten eine wichtigere Rolle spielen. „Deutschland ist bereit zu geben entscheidenden Beitrag für eine gerechte Lastenverteilung“.

Lambrecht erkannte die Verbrechen der Nazizeit in Deutschland und den von Deutschland geführten „Vernichtungskrieg“ an Wehrmacht in Europa hätten sie zwischen 1939 und 1945 „die Skepsis von sechs Militärs in eine Art Tugend“ verwandelt. Doch nun könne Deutschland Frieden und Freiheit für seine Menschen nur noch garantieren, wenn es sein „altes Selbstverständnis“ verlasse und Sicherheit als „Hauptaufgabe dieses Landes“ bezeichne.

Ukrainischer Unterricht

Lambrecht sagte, der Westen müsse aus dem Einmarsch Russlands in die Ukraine „die notwendigen Konsequenzen ziehen“: „Wir selbst brauchen eine starke, kampfbereite Armee, um uns und unsere Bündnisse notfalls verteidigen zu können.“ Der Minister fügte hinzu, dass sich die Deutschen an das Sehen gewöhnt hätten Bundeswehr als eine Art Katastrophenhilfe, „aber diese Zeiten sind vorbei.“ (Alle Rechte vorbehalten)

Adelmar Fabian

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