Kabelsabotage legte Züge in Norddeutschland für mehrere Stunden lahm

Eine technische Panne, die heute Morgen einen Zug in Norddeutschland zum Stehen brachte, wurde durch Kabelsabotage verursacht. Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte der DPA.

Die zuständigen Sicherheitsbehörden haben die Ermittlungen übernommen. Wer hinter der Sabotage steckt, ist noch nicht bekannt, berichteten die Deutschen Server Deutsche Welle. Doch laut Ermittlern wurden die Kabel an einem Ort in der Nähe von Berlin und an einem anderen in Nordrhein-Westfalen durchtrennt.

„Das war ganz klar ein gezielter und gefährlicher Akt“, kommentierte Bundesverkehrsminister Volker Wissing.

Der Zug wurde durch einen Ausfall des digitalen Zugfunksystems GSM-R gestoppt. Nach Angaben des Sprechers dient es der Kommunikation zwischen der Zentrale, die den Schienenverkehr regelt, und den Zügen. Das Problem war nach über zwei Stunden behoben.

Europa stärkt die Sicherheit durch Sabotage von Gaspipelines

Die Sabotage der Gaspipeline Nord Stream zeigt, wie verwundbar kritische europäische Infrastruktur ist, sagen nordeuropäische Medien. Der Staat verstärkte den Schutz von Bohrinseln und Kraftwerken. Auch Unterwasser-Datenkabel stehen im Fokus.

Der Verstoß rief sofort Bedenken hervor, da die NATO und die Europäische Union im vergangenen Monat die Notwendigkeit betonten, kritische Infrastrukturen zu schützen; sie reagierten damit auf den Ausfall der Gaspipeline Nord Stream, den sie auch als Sabotage bezeichneten.

Die Panne vom Samstag legte zunächst alle ICE- (InterCity-Express), InterCity- (IC) und EuroCity- (EC) Züge in der Region lahm. Später teilte die DB mit, dass es in den Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen keine Fern- oder Regionalzüge gebe. Sogar die Beziehungen zwischen Berlin und Köln oder Berlin und Amsterdam funktionieren nicht so. Züge aus Dänemark überqueren die deutsche Grenze nicht.

Astor Kraus

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