Gründächer oder Sonnenkollektoren: Was ist die beste Lösung?

In Frankreich fordert ein am 24. August im Amtsblatt veröffentlichtes Gesetz zu Klima und Widerstandsfähigkeit die Eigentümer neuer Gewerbe- oder Industriegebäude ab 2023 dazu, grün zu werden oder Solaranlagen auf ihren Dächern zu installieren. Was ist angesichts dieser Wahl die beste Lösung? In Deutschland wie in Australien haben Forscher die Fragen untersucht und ihre Antworten sind identisch: beide, mein Kapitän[1].

Ab 1. Januar 2023 in Frankreich neue Gewerbe-, Handwerks- und Industriegebäude, Lagerhallen und Hangars über 500 m²2, und Bürogebäude über 1000 m²2 30% der Fläche müssen bepflanzt oder solarisiert werden. Und ab 2024 hat der Besitzer des neuen Parkhauses mehr als 500 m²2 wird für 50 % ihres Territoriums und 100 % aller bestehenden Unterkünfte derselben Haftung ausgesetzt.

Vorteile von Gründach

Seit vielen Jahren in Mode – vor allem in skandinavischen Ländern – die Gemüsedach hat viele Vorteile. Dies bietet zu jeder Jahreszeit ein hohes Maß an natürlicher Isolierung. So wird das Gebäude im Winter warm gehalten und im Sommer gekühlt. Im Bild sprechen wir von einer Reduzierung der Temperaturschwankung um ca. 40%! Eine gute Dämmung ist jedoch gleichbedeutend mit Energiesparen und damit Kosteneinsparungen. Außerdem das Gründach schützt auch vor Lärm, eine Qualität, die in dieser Stadt sehr geschätzt wird.

Ein weiterer Vorteil eines Gründachs: Es erhöht die Lebensdauer der Abdichtungsschicht erheblich, da die Anlage Schutz vor äußeren Einflüssen und Witterungseinflüssen bietet.

Aus ökologischer Sicht ist die Dachbegrünung sehr attraktiv. Dies ermöglicht zum Beispiel Regenwasser sammeln, erleichtert seine Verdunstung und erleichtert de facto den Abwasserfluss. Wenn die gesamte Umgebung auf diese Weise entwickelt ist, Hochwasserrisiko daher reduziert. Schließlich ist es noch notwendig, die Vorteile für . hervorzuheben Biodiversität durch Vegetationsbedeckung in städtischen Umgebungen bereitgestellt. Vögel, Insekten und andere Kleintiere finden hier Nahrung und Unterschlupf.

Erhöhte Produktion von Sonnenkollektoren

In Deutschland und Australien entdeckten zwei unabhängig voneinander arbeitende Wissenschaftlerteams kürzlich einen weiteren, bisher unerwarteten Vorteil der Dachbegrünung: In Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen steigert sie die Stromproduktion deutlich.

Forscher aus Wilhelm-Büchner-Universität in Darmstadt führte diese Leistung auf die Kühlung der Platten durch Pflanzentranspiration und die daraus resultierende Wasserverdunstung zurück. Außerdem hält die Pflanze Staub zurück. Sie schätzen, dass Gründächer pro Jahr etwa zwei Kilo Feinstaub pro Quadratmeter aufnehmen. Dadurch wird die Plattenoberfläche weniger Schmutz ausgesetzt und der Leistungsverlust verringert.
Laut deutschen Forschern erhöht das Vorhandensein von Pflanzenabdeckungen die Leistung von Photovoltaik-Dachanlagen um durchschnittlich 8 %. Je geringer der Abstand zwischen den Paneelen und der Begrünung, desto größer der Nutzen.

Die University of Sydney zieht den gleichen Schluss

Die Forschung australischer Wissenschaftler hat zu ähnlichen Ergebnissen geführt. Sie verglichen die Dächer zweier Gebäude im benachbarten Sydney, die beide mit Photovoltaik-Kraftwerken mit ähnlichen Eigenschaften ausgestattet sind. Der eine ist bewachsen, der andere nicht.

Während ihrer achtmonatigen Studie lag die Stromproduktion von auf Gründächern montierten Modulen um etwa 4% höher als bei nackten Dächern. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Gründächer besonders während der heißen Stunden zwischen 11 und 17 Uhr besser funktionieren. Zu anderen Tageszeiten sind die Leistungen der beiden Fabriken vergleichbar. Die Effizienzsteigerung liegt laut dem Team der Universität Sydney darin begründet, dass die begrünte Fläche unter den Solarmodulen deutlich kühler bleibt als das Betondach, was eine Überhitzung der Panels und die Ableitung der entstehenden Leistung verhindert. In den heißesten Stunden kann der Temperaturunterschied zwischen den beiden Dachtypen bis zu 20°C betragen.

Zusätzlich zu den Produktionssteigerungen beobachteten australische Forscher auf Gründächern eine 10-fache Zunahme der Insektenarten und eine 4-fache Zunahme der Vogelpräsenz.

Verband der Sonnenkollektoren und Gründächer in Sydney

Vorteile und Nachteile

Zusammenfassend können wir Eigentümern von flachen (oder weniger geneigten) Dächern sagen, dass sie alle Vorteile haben, die beiden Technologien in ihren Gebäuden zu kombinieren. Neben enormen Energieeinsparungen werden sie in der Lage sein, Energie zu erzeugen und gleichzeitig Arbeit zu leisten, die der Artenvielfalt zugute kommt.

Aber Vorsicht, denn es gibt noch Nachteile: Unternehmen, die sich auf die Entwicklung von Gründächern spezialisiert haben, haben uns bestätigt, dass eine regelmäßige Pflege der Vegetation notwendig ist.
„Klassische“ Gründächer (Extensive Gründächer) benötigen nur eine Wartung pro Jahr. Dies besteht darin, Unkraut zu entfernen, ein wenig Dünger hinzuzufügen, vielleicht einige Pflanzen auf dem freien Grundstück umzupflanzen und das Ganze zu gießen.
Auf der anderen Seite sollte häufiger gewartet werden, wenn das Gründach semi-intensiv oder intensiv ist, aber nicht größer als der Garten ist.

Die Verbindung mit der Solarstromerzeugung erfordert auch eine kluge Wahl der Anlagen. So sollte beispielsweise vermieden werden, dass durch das Schieben die Paneele abgeschattet werden.

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[1] Der Ausdruck stammte wahrscheinlich von Soldaten, bei denen Soldaten es sich zur Gewohnheit gemacht hatten, ihre Vorgesetzten nie im Stich zu lassen, in der Hoffnung, nicht zur lästigen Pflicht zu werden, selbst wenn dies bedeutete, zwei unmögliche Alternativen zu akzeptieren.

Adelmar Fabian

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